DOW JONES--Mit einer leichteren Eröffnung an Europas Börsen rechnen Händler am Donnerstag. Nach neuerlichen Angriffen der USA auf den Iran rutschen die Märkte in Asien wieder ab. Auch die DAX-Terminkontrakte fallen über 200 Punkte, zeigen allerdings mit geringen Umsätzen, dass keine Panik dahinter steht. Der DAX dürfte rund ein halbes Prozent tiefer eröffnen.

Der Brent-Ölpreis steigt um 3 Prozent auf knapp 97 Dollar. Dazu stehen Inflations- und Zinssorgen im Blick: In Korea wurde die Wachstumsprognose des Landes drastisch erhöht, die Zinsen aber noch unverändert gelassen. Marktteilnehmer rechnen daher spätestens im Juli mit einer Zinserhöhung der Bank of Korea, was auch Technologiewerte belastet.

Dazu kommen gleich drei Warnungen aus der US-Notenbank: So sagte Neel Kashkari, der Arbeitsmarkt sei in guter Form, daher sei Inflationsbekämpfung nun das wichtigste. Austan Goolsbee warnte vor Stagflations-Risiken durch steigende Energiepreise, und Lisa Cook ist für Zinserhöhungen, falls sich nicht schnell disinflationäre Effekte zeigen. Besonders im Marktfokus steht daher der PCE-Preis-Index, der am Nachmittag im Rahmen der Daten zu den persönlichen Ausgaben- und Einnahmen in den USA veröffentlicht wird. Hier wird mit einem Anstieg der Kosten um 3,8 Prozent gerechnet.

Auch auf die US-Neubau-Verkäufe im April wird genau geblickt: "Der US-Häusermarkt steht gerade unter massivem Druck durch explodierende Materialkosten bei den Anbietern und kaum noch tragbare Zinsen auf Käuferseite", kommentierte ein Händler. Die Folgen der Trump-Politik würden hier für die US-Wähler hautnah spürbar werden, was in Richtung Midterm-Wahlen immer wichtiger für die Meinungsbildung werde. Erwartet wird ein Rückgang der Verkäufe um 2,8 Prozent zum Vormonat.

In Europa stehen nur wenige Daten an, so das Geschäftsklima und die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone. Sowohl das Vertrauen in der Industrie als auch bei Verbrauchern wird im freien Fall erwartet. Dazu legt die EZB ihr Protokoll von der jüngsten Ratssitzung vom 29./30. April vor. Marktteilnehmer dürften es wieder auf Hinweise auf die künftige Zinspolitik durchforsten. In den USA wird noch auf den Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter und die BIP-Revision geblickt.

Erste Stimmungsdaten aus der Chemie-Branche zeichnen bereits ein düsteres Bild: Daher blicken Händler mit Spannung darauf, wie Titel wie BASF auf die andauernden Hiobsbotschaften reagieren: So berichtet das Ifo-Institut am Morgen von einer Verschärfung des Stimmungseinbruchs in der Branche. Das Geschäftsklima in der Chemischen Industrie habe sich im Mai weiter eingetrübt auf minus 30,2 nach zuvor minus 28,6 Punkten im April. Vor allem die Erwartungen der Unternehmen brachen ein auf minus 42,0 von minus 31,3 Zählern. "Die Unternehmen schätzen die aktuelle Belebung im laufenden Geschäft als vorübergehend ein", sagt ifo-Branchenexpertin Anna Wolf.

Wegen der dünnen Nachrichtenlage auf Unternehmensseite könnten Umstufungen größere Aufmerksamkeit bekommen. So hat Berenberg die Aktien von L'Oreal auf Buy nach Hold erhöht, was den Kurs treiben dürfte. Auch bei Aviva sprachen die Analysten ein neues "Buy" aus.

Mit leicht steigenden Kursen bei Formycon rechnen Händler im Verlauf des Donnerstags. "Die Zahlen sind unspektakulär bis ordentlich", sagt ein Händler: "Da die Aktien aber im Vorfeld ohne jede Spekulation nur seitwärts gelaufen sind, könnte sich der Markt auf die positiven Aspekte konzentrieren." So habe die Umsatzprognose im erwarteten Rahmen gelegen, die Gewinnprognose sei jedoch etwas höher ausgefallen.


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DEVISEN        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 17:01 
EUR/USD           1,16   -0,2    -0,0024          1,1624     1,1626 
EUR/JPY         185,08   -0,2    -0,3400        185,4200   185,4600 
EUR/CHF         0,9147   -0,0    -0,0003          0,9150     0,9144 
EUR/GBP          0,866   +0,1     0,0004          0,8656     0,8663 
USD/JPY         159,54   +0,0     0,0300        159,5100   159,5000 
GBP/USD         1,3392   -0,3    -0,0035          1,3427     1,3417 
USD/CNY         6,7826   +0,1     0,0038          6,7788     6,7782 
USD/CNH         6,7823   +0,1     0,0039          6,7784     6,7777 
AUS/USD         0,7118   -0,3    -0,0019          0,7137     0,7128 
Bitcoin/USD  72.898,73   -3,0  -2.267,61       75.166,34  74.926,32 
 
ROHOEL         zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        91,34   +3,0       2,66           88,68 
Brent/ICE         97,2   +3,1       2,91           94,29 
 
Metalle        zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.376,92   -1,8     -80,11        4.457,03 
Silber           72,65   -2,6      -1,95           74,61 
Platin        1.883,62   -1,8     -34,63        1.918,25 
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May 28, 2026 02:15 ET (06:15 GMT)