US-Aktienfonds verzeichneten in der Woche bis zum 14. Januar starke Zuflüsse, angetrieben von optimistischen Gewinnerwartungen im Vorfeld der Berichtssaison für das vierte Quartal. Anleger ignorierten dabei Bedenken hinsichtlich geopolitischer Risiken und der Unabhängigkeit der Federal Reserve.

Nachlassender Inflationsdruck, der die Erwartungen an Zinssenkungen später im Jahr stärkte, trug ebenfalls zur verbesserten Anlegerstimmung bei.

Wie Daten von LSEG Lipper zeigen, kauften Investoren US-Aktienfonds in Höhe von netto 28,18 Milliarden US-Dollar. Dies ist der größte wöchentliche Nettozufluss seit dem 1. Oktober und macht die Nettoverkäufe von 26,02 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche vollständig wett.

Mit dem noch jungen Start der Berichtssaison für das vierte Quartal erwartet LSEG, dass US-Unternehmen mit großer und mittlerer Marktkapitalisierung einen Gewinnanstieg von 10,81 % im letzten Quartal melden werden. Die Technologiebranche führt mit einer prognostizierten Steigerung von 19,32 %.

US-Large-Cap-Aktienfonds verzeichneten einen wöchentlichen Nettozufluss von 14,04 Milliarden US-Dollar nach Nettoverkäufen von etwa 31,75 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche. Small-Cap-Fonds zogen Nettoinvestitionen von 579 Millionen US-Dollar an, während Mid-Cap-Fonds Nettoabflüsse von 1,91 Milliarden US-Dollar verbuchten.

Unter den Sektorfonds registrierten die Bereiche Industrie, Technologie und Konsumgüter Nettoinvestitionen in Höhe von 1,69 Milliarden, 1,04 Milliarden bzw. 984 Millionen US-Dollar.

Anleihefonds verzeichneten derweil Zuflüsse von 10,12 Milliarden US-Dollar, den höchsten Wochenwert seit dem 8. Oktober.

Allgemeine inländische steuerpflichtige Rentenfonds, kurzfristige bis mittelfristige Investment-Grade-Fonds sowie Kommunalanleihenfonds führten mit Nettoinvestitionen von 3,23 Milliarden, 2,11 Milliarden bzw. 1,82 Milliarden US-Dollar in der vergangenen Woche.

Gleichzeitig trennten sich Investoren von Geldmarktfonds im Wert von 75,72 Milliarden US-Dollar, nachdem sie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen rund 134,94 Milliarden US-Dollar netto investiert hatten.