Analysten von Goldman Sachs erklärten Anfang dieses Monats, dass sie erwarten, dass sich die Zahl der Börsengänge in diesem Jahr auf 120 verdoppeln wird, warnten jedoch davor, dass der Ausverkauf von Softwareaktien die Bewertungsrisiken verdeutlicht habe.
In den vergangenen Wochen haben Unternehmen wie der Wall-Street-Broker Clear Street, die brasilianische Fintech-Firma Agibank und das von Blackstone unterstützte Unternehmen Liftoff Mobile ihre Emissionsvolumina reduziert, ihre geplanten Notierungen zurückgezogen oder verschoben, während sie darauf warten, dass die Volatilität abnimmt und Investoren die aggressive Preisgestaltung und hohen Bewertungen verstärkt unter die Lupe nehmen.
Hier ist ein Überblick über einige der Emittenten, die ihre Angebote im Jahr 2026 verkleinert oder verschoben haben:
CLEAR STREET
Der Wall-Street-Broker Clear Street hat am Donnerstag seinen US-Börsengang verschoben und dabei auf die "Marktsituation" verwiesen. Dies ist bereits die zweite verschobene Notierung in diesem Monat im Zuge erneuter Marktschwankungen.
Der Schritt erfolgte nur wenige Stunden, nachdem das in New York ansässige Unternehmen das Zielvolumen seines US-Börsengangs um satte 65% gesenkt hatte.
Clear Street beabsichtigt, die Notierung zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu prüfen.
AGIBANK
Das brasilianische Fintech-Unternehmen Agibank sammelte in seinem verkleinerten US-Börsengang 240 Millionen US-Dollar ein, nachdem es sowohl das geplante Emissionsvolumen als auch die Preisspanne deutlich reduziert hatte.
Das in São Paulo ansässige Unternehmen verkaufte 20 Millionen Aktien zu je 12 US-Dollar. Zuvor hatte es rund 43,6 Millionen Aktien zu Preisen zwischen 15 und 18 US-Dollar angeboten.
Die Aktie, die am Mittwoch debütierte, ist bis zum Handelsschluss am Donnerstag um fast 15% unter den Ausgabepreis gefallen.
LIFTOFF MOBILE
Der von Blackstone unterstützte Anbieter für App-Marketing Liftoff Mobile hat seine Pläne für einen Börsengang in den Vereinigten Staaten zurückgezogen, nachdem ein Kurseinbruch bei Softwareaktien die Anlegerstimmung für neue Notierungen getrübt hatte.
Das Unternehmen hatte seinen geplanten Börsengang bereits Anfang des Monats mit Verweis auf die "aktuelle Marktsituation" verschoben. Es hatte versucht, bis zu 762 Millionen US-Dollar einzusammeln.


















