5. März – Universal Music Group, das weltweit größte Musiklabel, hat am Donnerstag seine Pläne für einen Börsengang in den Vereinigten Staaten ausgesetzt und verwies auf Unsicherheiten am Markt.

UMG erklärte, dass die aktuellen Marktbedingungen die Bewertung des Unternehmens auf ein Niveau gedrückt hätten, das aus Sicht des Konzerns unter seinem tatsächlichen Wert liege. Das Unternehmen kündigte an, ein Update zu geben, sollte sich die Situation ändern.

Mit dieser Entscheidung rückt UMG von einer Vereinbarung mit dem Milliardär und Investor Bill Ackman und dessen Pershing Square ab, die ihr Recht wahrgenommen hatten, ein US-Angebot zu verlangen. Ackman hatte argumentiert, eine Notierung in New York würde den UMG-Aktienkurs und die Liquidität steigern.

UMG meldete für das Gesamtjahr 2025 einen Umsatz von 12,5 Milliarden Euro (14,5 Milliarden US-Dollar), ein Anstieg von 8,7% zum Vorjahr bei konstanten Wechselkursen.

Die Künstler des Konzerns dominierten 2025 zum dritten Jahr in Folge die weltweiten Charts und belegten 9 der Top-10-Plätze in der IFPI Global Artist Chart, angeführt von Taylor Swift, der KPop-Band Stray Kids und Drake. Auch der Soundtrack zu KPop Demon Hunters gehörte zu den meistverkauften des Jahres.

NEUE STREAMING-DEALS

UMG gab an, 2025 neue "Streaming 2.0"-Vereinbarungen mit Spotify und Alphabets YouTube abgeschlossen zu haben. Damit treibt das Unternehmen seine Strategie voran, die Einnahmen von engagierten "Superfans" gegenüber Gelegenhörern zu steigern, indem es den Fokus auf Merchandising-Verkäufe und Premium-Abonnements legt.

Die Einnahmen aus Premium-Abonnements wuchsen um 5,6% auf 4,88 Milliarden Euro und übertrafen damit das Wachstum der gesamten Streaming-Erlöse von 1,5%.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von UMG stieg 2025 um 5,6% auf 2,81 Milliarden Euro.

Der den Aktionären zurechenbare Nettogewinn fiel um 26,5% auf 1,53 Milliarden Euro. Das Unternehmen erklärte, der Rückgang sei auf die Neubewertung seiner Beteiligungen an Unternehmen wie Spotify und Tencent Music zurückzuführen. Ohne diese Effekte stieg der bereinigte Nettogewinn um 7,0% auf 1,91 Milliarden Euro.

(1 US-Dollar = 0,8640 Euro)