Die Rhein-Main-Region ist der zentrale Standort für die Digitalisierung Deutschlands. Aufgrund der hohen Dichte bestehender und geplanter Rechenzentren im Großraum Frankfurt wird in den kommenden Jahren ein deutlicher Anstieg des Strombedarfs sowie leistungsfähiger Netzanschlüsse erwartet. Um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten, muss die Netzinfrastruktur umfassend und zügig ausgebaut werden.

Mit einer gemeinsamen Vereinbarung legen der Energieversorger Uniper und der Übertragungsnetzbetreiber TenneT Deutschland nun den Grundstein dafür, ein Schlüsselprojekt aus dem Netzentwicklungsplan deutlich zu beschleunigen. Durch den Verkauf eines Teils eines Grundstücks am Standort des Kraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg durch Uniper kann TenneT Deutschland dort eine neue Schaltanlage errichten und so einen neuen zentralen Netzknotenpunkt für die Stromversorgung der Region schaffen. Die Inbetriebnahme der Anlage ist bis 2030 geplant — deutlich früher als bisher vorgesehen.

Kern des Projekts ist der Bau eines neuen 380-Kilovolt-Schalthofs, der umfangreiche zusätzliche Kapazitäten für dringend benötigte Kundenanschlüsse im Rhein-Main-Gebiet schafft. Der Anschluss neuer und bestehender Höchstspannungsleitungen wird die Stromübertragung in die Metropolregion Frankfurt und die angrenzenden Regionen, insbesondere Unterfranken, weiter stärken.

Gleichzeitig bildet die neue Netzinfrastruktur die Grundlage für den Anschluss wichtiger Transformationsprojekte von Uniper am Standort Staudinger. Geplant sind unter anderem ein wasserstofffähiges Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (CCGT) im Rahmen der von der Bundesregierung erwarteten Ausschreibung für flexible Erzeugungskapazitäten sowie die perspektivische Errichtung von Batteriespeichern und Rechenzentren.