Unilever und McCormick gaben am Dienstag eine Vereinbarung bekannt, wonach das Lebensmittelgeschäft von Unilever mit dem US-Gewürzhersteller zusammengelegt wird, um einen Lebensmittelgiganten im Wert von 65 Milliarden Dollar zu schaffen. Dies könnte dazu führen, dass Marken wie Hellmann's Mayonnaise ausgegliedert und mit McCormicks Cholula Hot Sauce unter einem Dach vereint werden.
"Wir befürchten, dass eine mögliche Transaktion mit weiteren Personalmaßnahmen einhergehen könnte", teilte der Unilever European Works Council (UEWC), der fast 20.000 Mitarbeiter in Europa und Großbritannien vertritt, gegenüber Reuters mit.
"Die Unsicherheit in der Belegschaft ist groß."
Der Widerstand von Arbeitnehmern und Gewerkschaften könnte die Herausforderungen für Unilever und CEO Fernando Fernández erhöhen. Fernández treibt derzeit eine umfassende Neuausrichtung des britischen Konzerns voran, mit dem Ziel, das Geschäft zu vereinfachen, Kosten zu senken und den Fokus stärker auf die Bereiche Gesundheit und Schönheit zu legen.
Der UEWC kündigte an, sich an die kooperierenden Gewerkschaften zu wenden, um mögliche Maßnahmen zu erörtern, falls Unilever keine "guten Lösungen für die betroffenen Mitarbeiter" finde.
"Dies könnte von Verhandlungen bis hin zu Streiks in verschiedenen Ländern führen, sofern dies rechtlich zulässig ist. Es hängt von der jeweiligen Gesetzgebung in Europa ab", so der UEWC.
Auf die Frage nach potenziellem Stellenabbau und Gewerkschaftsaktionen erklärte Unilever-Chef Fernández in einer Telefonkonferenz mit Journalisten, dass das Unternehmen so bald wie möglich Konsultationen mit dem UEWC einleiten werde.
Das Unternehmen beschäftigt in der Lebensmittelsparte in Europa und Großbritannien 4.800 Mitarbeiter, was etwa einem Drittel der gesamten Belegschaft in der Region entspricht.




















