(Alliance News) - UniCredit und Generali nehmen ihre Gespräche wieder auf und lassen die Spannungen der Vergangenheit hinter sich.

Wie der Corriere della Sera am Montag erinnert, kritisierte die von Andrea Orcel geführte Bank, die mit 6,7% am "Leone" beteiligt ist, noch vor einem Jahr offen die Unternehmensführung in Triest und betonte den nicht-strategischen Charakter der Beteiligung. Heute hat sich das Klima geändert und der Fokus richtet sich auf das Geschäft.

Die interne Neuordnung bei Generali – vom Aus für das Natixis-Projekt bis zur Aufwertung der Banca Generali, die nun unter der Leitung des neuen Generaldirektors Giulio Terzariol steht – hat die Position des Vorstandsvorsitzenden Philippe Donnet gestärkt und den Druck der kritischen Aktionäre verringert.

In diesem Kontext ist eine mögliche Annäherung an UniCredit zu sehen.

Für Orcel ist das Thema relevant: Die Bank hat zwar Wert für Aktionäre und Markt geschaffen, bleibt jedoch bei den „Produktfabriken“, die unter der vorherigen Führung abgegeben wurden, schwach.

Generali könnte diese Lücke schließen und Versicherungs- sowie Sparlösungen anbieten, die über das UniCredit-Netzwerk vertrieben werden – sowohl im Rahmen von Bancassurance als auch im von der Triester Gruppe entwickelten „Insurbanking“-Modell.

Eine gesellschaftsrechtliche Integration erscheint verfrüht, aber ein kommerzielles Abkommen entspricht den Interessen beider Parteien. Zumal für 2026 andere Prioritäten im Vordergrund stehen: Generali muss sich mit den neuen Aktionärsstrukturen rund um Mediobanca auseinandersetzen, während UniCredit mit komplexen Dossiers wie Commerzbank und dem internationalen Wachstum beschäftigt ist, wo die Chancen größer erscheinen als auf dem Heimatmarkt.

Von Giuseppe Fabio Ciccomascolo, Alliance News Senior Reporter

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