Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires
Euroraum-Inflation steigt bis 2027 auf 3,5 Prozent
Die Analysten der Societe Generale rechnen damit, dass der Anstieg der Inflationsrate im Euroraum noch nicht beendet ist. "Der anhaltende Energieschock hat die Gesamtinflation bereits auf den höchsten Stand seit Ende 2023 getrieben und im April 3 Prozent erreicht. Dies markiert noch nicht den Höhepunkt", schreiben sie in einem Kommentar. Es werde erwartet, dass indirekte Effekte und Zweitrundeneffekte die Gesamtinflation bis Anfang 2027 auf etwa 3,5 Prozent treiben werden. "Die Unsicherheit bleibt jedoch hoch und hängt von der Dauer des Konflikts, dem Ausmaß der Schäden an der Infrastruktur im Nahen Osten und der Widerstandsfähigkeit der Gesamtwirtschaft ab", merken sie an.
Villeroy: EZB-Entscheidungen an Daten statt an Terminen orientieren
Die Europäische Zentralbank (EZB) kann sich nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau nicht vorab auf eine Anhebung ihres Leitzinses bei der Juni-Sitzung festlegen. Stattdessen würden die Entscheidungen von Erkenntnissen über wirtschaftliche Veränderungen getrieben, sagte der Gouverneur der Banque de France. In der vergangenen Woche hatte die EZB ihren Leitzins unverändert gelassen. Investoren interpretierten Kommentare auf der anschließenden Pressekonferenz jedoch als Hinweis darauf, dass eine Zinserhöhung beim nächsten Treffen der Verantwortlichen wahrscheinlich sei.
Schwedens Zentralbank belässt Leitzins bei 1,75 Prozent
Die schwedische Zentralbank hat ihren Leitzins bei 1,75 Prozent belassen, jedoch erklärt, dass sie wachsam bleibe und bereit sei, rasch zu handeln, falls der Nahost-Konflikt die Inflation in die Höhe treiben oder die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen sollte. Die Entscheidung, den Zinssatz unverändert zu lassen, entsprach einer Umfrage des Wall Street Journal.
Norwegische Notenbank erhöht Leitzins um 25 Basispunkte
Die norwegische Notenbank hat angesichts einer anhaltend hohen Inflation und der Unsicherheiten durch den Konflikt im Nahen Osten ihren restriktiven Kurs verschärft und den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent angehoben. Damit setzte sich die Norges Bank deutlich von der schwedischen Riksbank ab, die vorerst eine abwartende Haltung einnahm. Gouverneurin Ida Wolden Bache begründete diesen Schritt damit, dass die Inflation bereits seit über vier Jahren über dem angestrebten Zielwert von 2 Prozent liegt - aktuell rangiert die Kerninflation bei 3,0 Prozent.
+++ Konjunkturdaten +++
Eurozone/Einzelhandelsumsatz März -0,1% gg Vm, +1,2% gg Vj
Eurozone/Einzelhandelsumsatz Feb rev -0,3% gg Vm, +1,3% gg Vj
Schweiz/SNB: Währungsreserven Apr 715,734 Mrd CHF
Schweiz/SNB: Währungsreserven betrugen im März 721,002 Mrd CHF
China/Währungsreserven Apr 3,411 Bill USD (März: 3,342 Bill USD)
China/Währungsreserven Apr stiegen um 68,4 Mrd USD zum Vormonat
Taiwan Verbraucherpreise Apr +1,74% gg Vorjahr (PROG +1,7%)
DJG/DJN/apo
(END) Dow Jones Newswires
May 07, 2026 07:30 ET (11:30 GMT)

















