Zürich, 09. Mrz (Reuters) - Das Gehalt von UBS-Konzernchef Sergio Ermotti hat 2025 erneut praktisch stagniert.

Ermotti erhält eine Gesamtvergütung von 14,92 Millionen Franken, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht der Schweizer Großbank hervorgeht. Im Vorjahr waren es rund 14,93 Millionen Franken. Ermotti habe starke Finanzergebnisse vorgelegt, der Vorsteuergewinn 2025 und die Eigenkapitalrendite hätten die Vorgaben übertroffen, erklärte das Institut. Zudem habe die UBS bei der Integration der Credit Suisse große Fortschritte gemacht. Die Vergütung für die gesamte Geschäftsleitung stieg auf 145,3 (Vorjahr 143,6) Millionen Franken. Der Bonus-Pool für den gesamten Bankkonzern kletterte um zehn Prozent auf 5,1 Milliarden Dollar.

Obwohl Ermottis Gehalt rund 150-mal höher liegt als der Schweizer Durchschnitt, ist er nicht der Spitzenverdiener in dem Land. Der Chef des Pharmakonzerns Novartis, Vasant Narasimhan, strich 24,9 Millionen Franken ein, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch im europäischen Bankensektor wird Ermotti auf die Plätze verwiesen. Die Chefin der spanischen Santander, Ana Botin, erhielt 18,54 Millionen Euro, ebenfalls ein Drittel mehr als im Vorjahr.

In der Vergangenheit hatte Ermottis Bonus für einen Aufschrei gesorgt. Für 2023 hatte der Schweizer, der für die Integration der in Schieflage geratenen Credit Suisse engagiert worden war, für seine rund neun Monate an der Spitze des Vermögensverwalters 14,4 Millionen Franken zugesprochen bekommen. Daraufhin hatte Finanzministerin Karin Keller-Sutter infrage gestellt, ob Ermottis Gehalt angemessen sei. UBS-Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher räumte später ein, dass er die Reaktion von Teilen der Öffentlichkeit auf diese Vergütung unterschätzt habe.

Die UBS ist weiterhin auf die Gunst der Öffentlichkeit angewiesen. Bis spätestens zur Jahresmitte dürfte die Regierung ihren abschließenden Vorschlag für eine Verschärfung der Kapitalvorgaben vorlegen, der die UBS zwingen könnte, ihre Bilanz um rund 22 Milliarden Dollar aufzupolstern, wie dem Geschäftsbericht zu entnehmen ist. Diese Maßnahme würde das Institut im Vergleich zu Wettbewerbern in Europa und den USA deutlich benachteiligen und den Schweizer Finanzplatz sowie die Wirtschaft schwächen, hatte die UBS erklärt.

(Bericht von Oliver Hirt und Ariane Lüthi, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)