Die US-amerikanische Marine hat eine Partnerschaft mit Palantir Technologies Inc. bekannt gegeben, um Palantirs Foundry- und Artificial Intelligence Platform (AIP) im gesamten nationalen Maritime Industrial Base (MIB) einzusetzen. Die Initiative mit dem Namen ShipOS sieht Investitionen von bis zu 448 Millionen US-Dollar vor, um die Einführung von Künstlicher Intelligenz und Autonomietechnologien in der industriellen Basis zu beschleunigen. Die Ankündigung erfolgte während einer Branchenveranstaltung des Verteidigungsministeriums der Marine, bei der John Phelan, Secretary of the Navy, gemeinsam mit Palantir-CEO Alex Karp die Partnerschaft vorstellte.

ShipOS wird die Software von Palantir nutzen, um moderne Best Practices in die komplexe, datenintensive Umgebung des Schiffbaus der Navy zu bringen. Die Initiative wird vom Maritime Industrial Base (MIB) Programm in Zusammenarbeit mit Naval Sea Systems Command (NAVSEA) geleitet. Sie bündelt Daten aus Enterprise-Resource-Planning-Systemen, Altdatenbanken und operativen Quellen, um Engpässe zu identifizieren, technische Arbeitsabläufe zu optimieren und proaktives Risikomanagement zu unterstützen. So entsteht ein einheitlicher, datenbasierter Ansatz für das Produktionsmanagement, der schnellere und fundiertere Entscheidungen ermöglicht. Bereits in Pilotanwendungen zeigten diese KI-gestützten Fähigkeiten transformative Ergebnisse.

Bei General Dynamics Electric Boat konnte die Planung von U-Boot-Bauzeiten von 160 manuellen Stunden auf weniger als 10 Minuten reduziert werden. In der Portsmouth Naval Shipyard verkürzte sich die Materialprüfungszeit von mehreren Wochen auf unter eine Stunde. Diese ersten Ergebnisse belegen, dass die direkte Integration von KI und Autonomie in den Schiffbau die Effizienz, Genauigkeit und Produktionsleistung erheblich steigern kann. Die Anfangsinvestitionen konzentrieren sich auf Werften, Schiffbauer und wichtige Zulieferer der U-Boot-Industriebasis.

Die Ausweitung über die U-Boot-Industriebasis hinaus erfolgt systematisch und auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse. Die Marine überprüft die Ansätze und entwickelt bewährte Implementierungsstrategien, die für Programme im Bereich der Überwasserschiffe angepasst werden können. Ziel der Initiative ist es, im Laufe der Zeit messbare Kosteneinsparungen durch verbesserte Zeitpläne, weniger Verzögerungen und gesteigerte Produktionseffizienz zu erzielen. Die Produktivitätssteigerungen sollen die Anfangsinvestitionen ausgleichen und gleichzeitig eine leistungsfähigere und widerstandsfähigere industrielle Basis schaffen. Die Software wird zunächst bei zwei großen Schiffbauunternehmen, drei öffentlichen Werften und 100 Zulieferern im MIB eingeführt. Jeder Lieferant, der Interesse an der Nutzung der Software und an einer Teilnahme an dieser wichtigen Initiative hat, kann sich unter < URL> informieren.