Kanadas Leitindex hat am Mittwoch nach einem Rekordhoch den Rückzug angetreten. Angesichts verschärfter Spannungen im Nahen Osten führten insbesondere Technologie- und Metallbergbauwerte die Verluste an.

Der S&P/TSX Composite Index der Toronto Stock Exchange schloss mit einem Minus von 367,92 Punkten oder 1,1 % bei 34.801,54 Zählern, nachdem er erst am Dienstag ein Rekordschlusshoch markiert hatte.

o Auch an der Wall Street gaben die Kurse von ihren Höchstständen nach, während sich die USA und der Iran einen neuen Schlagabtausch mit Luftangriffen lieferten - die jüngste Belastungsprobe für einen fragilen Waffenstillstand.

o 'Es handelt sich um ein Tail-Risk, und die Märkte preisen es auch als solches ein', sagte Josh Sheluk, Portfoliomanager bei Verecan Capital Management. 'Würden die Märkte eine Eskalation für das wahrscheinlichste Szenario halten, stünden sie wohl deutlich tiefer.'

o Anleger fürchten, dass die konfliktbedingt erhöhten Ölpreise den globalen Inflationsdruck verstärken könnten. Der Ölpreis schloss 2,4 % fester bei 96,02 Dollar pro Barrel.

o Zusätzlicher Gegenwind für die Weltwirtschaft kam von der Trump-Administration: Diese schlug neue Zölle von bis zu 12,5 % auf Importe aus 60 Volkswirtschaften vor. Begründet wurde dies mit dem Vorwurf, den Handel mit Waren aus Zwangsarbeit nicht unterbunden zu haben - eine Behauptung, die von den US-Handelspartnern zurückgewiesen wurde.

o Technologiewerte fielen um 3,5 %, wobei die Aktien von Constellation Software Inc um 4,7 % nachgaben.

o Shopify Inc gab am Dienstag bekannt, dass der Vorstand ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 3 Milliarden Dollar genehmigt hat. Die Papiere des E-Commerce-Unternehmens schlossen dennoch 3 % tiefer.

o Der Rohstoffsektor, der auch Metallminenaktien umfasst, sank um 3,2 %, belastet durch rückläufige Gold- und Kupferpreise.

o Die schwergewichteten Finanzwerte verloren 0,6 %, während Industriewerte 0,7 % schwächer notierten.

o Vier der zehn wichtigsten Sektoren beendeten den Handel im Plus, darunter Energie und Basiskonsumgüter mit Zuwächsen von 1,2 % bzw. 1,5 %.