Kanadas Leitindex notierte am Donnerstag in einem volatilen Marktumfeld nahezu unverändert. Verluste bei Rohstoff- und Bergbauaktien wurden durch Kursgewinne der schwergewichtigen Finanztitel und Basiskonsumgüter kompensiert. Die Anleger richteten ihr Augenmerk primär auf die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten sowie auf den richtungsweisenden Gipfel zwischen den USA und China.

Der S&P/TSX Composite Index der Börse in Toronto hielt sich gegen 10:09 Uhr ET (1409 GMT) stabil bei 34.070,7 Punkten.

o Die gewichtigen Finanzwerte legten um 0,8% zu, wobei Brookfield um 5% stieg, nachdem die Investmentgesellschaft höhere Umsätze für das erste Quartal gemeldet hatte.

o Manulife Financial verbilligten sich um 6%, nachdem der Versicherer die Gewinnerwartungen für das erste Quartal verfehlt hatte.

o Basiskonsumgüter führten die Gewinnerliste unter den wichtigsten TSX-Sektoren an, gefolgt von Kommunikationsdienstleistungen.

o Der Rohstoffsektor gab um 2% nach. Dabei blieben Silberminenwerte wie Vizsla Silver und Endeavour Silver hinter dem Markt zurück, da der Preis für das Edelmetall um fast 4% einbrach.

o Chinas Präsident Xi Jinping erklärte gegenüber US-Präsident Donald Trump zu Beginn des zweitägigen Gipfels, dass die Handelsgespräche Fortschritte machten. Er warnte jedoch, dass Unstimmigkeiten in der Taiwan-Frage die Beziehungen auf einen gefährlichen Pfad führen und sogar in einen Konflikt münden könnten.

o Die Ölpreise tendierten etwas schwächer, während Trump mit Xi über den Iran-Konflikt beriet, obgleich neue Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus verdeutlichten, dass die Friedensgespräche ins Stocken geraten sind.

o Kanadas Energiesektor legte am Donnerstag um 0,5% zu und baute damit sein Plus von mehr als 42% seit Jahresbeginn weiter aus.

o Die Renditen kanadischer Staatsanleihen gaben nach, wobei die 10-jährige Benchmark zuletzt bei 3,54% notierte. Der 'Loonie' verlor gegenüber dem US-Dollar an Boden.

o Unter den Einzelwerten stiegen Canada Goose um 2,1%, nachdem der Luxusbekleidungshersteller die Umsatzprognosen für das vierte Quartal übertroffen hatte. Sangoma Technologies hingegen brachen um 15% ein, nachdem das Kommunikationsunternehmen einen höheren Verlust für das dritte Quartal ausgewiesen hatte.