Ein Ausblick auf den Tag an den europäischen und globalen Märkten von Gregor Stuart Hunter
Globale Aktien erreichen neue Höchststände, angetrieben vom scheinbar unermüdlichen Technologiesektor, während neue Schritte der US-Regierung zur Umgestaltung der Klimapolitik einen neuen Belastungspunkt für ESG-Investoren darstellen könnten. Die Trump-Regierung steht diese Woche kurz davor, die sogenannte "Endangerment Finding" aufzuheben, wie die Umweltschutzbehörde EPA am Montag mitteilte. Diese unter Präsident Obama eingeführte wissenschaftliche Feststellung, dass Treibhausgasemissionen die menschliche Gesundheit gefährden, bildet die rechtliche Grundlage für umfassendere bundesweite Vorschriften zu Treibhausgasen. Damit soll laut EPA-Administrator Lee Zeldin gegenüber dem "Wall Street Journal" "die größte Deregulierung in der Geschichte der Vereinigten Staaten" eingeleitet werden.
Unterdessen setzt der Dollar seinen Abwärtstrend fort, während diese Woche mehrere wichtige US-Wirtschaftsberichte anstehen, darunter die Einzelhandelsumsätze später am Dienstag, die verzögerten Arbeitsmarktdaten am Mittwoch und die Inflationsdaten am Freitag. Der Dollar-Index, der die Stärke des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs Währungen misst, bewegte sich nahe seinem Monatstief.
Der ökonomische Berater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, sagte am Montag, dass die Arbeitsplatzgewinne in den kommenden Monaten geringer ausfallen könnten, da Trumps Einwanderungspolitik das Arbeitskräftewachstum verlangsame und künstliche Intelligenz die Produktivität steigere. Die Fed Funds Futures zeigen laut dem FedWatch-Tool der CME Group weiterhin, dass der Markt erwartet, dass die US-Notenbank die Zinsen bis Juni unverändert lässt. Fed-Gouverneur Stephen Miran argumentierte am Montag, dass die von der Trump-Regierung eingeführten Handelszölle weniger schädlich seien als von vielen befürchtet, und bekräftigte seinen Aufruf zur Zinssenkung. Er verteidigte zudem die Unabhängigkeit der Zentralbank, betonte jedoch, dass diese nicht absolut sei.
Inzwischen erreichen die globalen Aktienmärkte Rekordhöhen. Der MSCI All-Country World Index stieg um 0,2% auf ein neues Rekordhoch, während der Nikkei 225 um 2,5% zulegte und am dritten Tag in Folge ein neues Hoch nach dem Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende erreichte. Der Yen stärkte sich ebenfalls den zweiten Tag in Folge und lag zuletzt 0,4% fester gegenüber dem US-Dollar. Im frühen europäischen Handel bewegten sich die panregionalen Futures und die deutschen DAX-Futures seitwärts, während die FTSE-Futures um 0,1% zulegten.
Wichtige Entwicklungen, die die Märkte am Dienstag beeinflussen könnten: Unternehmensgewinne: AstraZeneca, BP, Barclays, Philips, Kering, Banca Monte dei Paschi di Siena, Telecom Italia, Ferrari Wirtschaftliche Ereignisse: Frankreich: Arbeitslosenquote für das vierte Quartal USA: Einzelhandelsumsätze für Dezember Anleiheauktionen: Deutschland: 5-jährige Staatsanleihen Großbritannien: 5-jährige Staatsanleihen



















