Die Trump-Administration schickt sich an, bereits am Donnerstag Zölle gegen Pharmaunternehmen anzukündigen, die keine Vereinbarungen zur Gewährleistung niedriger Preise in den USA getroffen haben. Dies berichtete Bloomberg News am Mittwoch unter Berufung auf mit dem Plan vertraute Personen.

Das Weiße Haus reagierte nicht unmittelbar auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Die Trump-Regierung erwägt einen 100-prozentigen Zoll auf importierte Markenmedikamente und patentierte Arzneimittel, was globale Pharmakonzerne dazu veranlasst hat, ihre US-Produktion hochzufahren und Lagerbestände aufzubauen.

Pfizer und AstraZeneca haben sich durch Preisvereinbarungen und Zusagen für die neue Plattform TrumpRx.gov mehrjährige Zollbefreiungen gesichert. Eli Lilly, Johnson & Johnson und Merck haben Milliardeninvestitionen in den Ausbau ihrer US-Aktivitäten zugesagt, um Sanktionen zu entgehen.

Unternehmen, die keine Vereinbarungen getroffen haben und sich nicht in Verhandlungen mit der Regierung befinden, werden dem Bericht zufolge mit Zöllen in Höhe von 100 % belegt.

Die Pläne seien noch nicht endgültig und könnten sich noch ändern; zudem könnte es Ausnahmeregelungen für bestimmte Medikamente und Krankheitskategorien geben, hieß es weiter.