Nach Angaben des World Travel & Tourism Council (WTTC) hat der Beitrag des Reise- und Tourismussektors zum globalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 mit 11.600 Milliarden US-Dollar einen Rekordstand erreicht. Das entspricht 9,8% der weltweiten Wirtschaftsleistung. Mit einem Wachstum von 4,1% lag die Branche deutlich über dem globalen BIP-Wachstum von 2,8%.
Zugleich sicherte der Sektor 366 Millionen Arbeitsplätze und damit 10,9% der weltweiten Beschäftigung. Nahezu ein Drittel aller neu geschaffenen Jobs entfiel auf Reisen und Tourismus.
Die Dynamik wurde durch 1,54 Milliarden internationale Ankünfte getragen – das entspricht rund 4,2 Millionen Reisenden pro Tag und liegt über dem Vorkrisenniveau.
Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: Die Region Asien-Pazifik verzeichnet mit einem Plus von 8,1% die stärkste Expansion und erreicht ein touristisches BIP von 3.290 Milliarden US-Dollar, gestützt durch die Rückkehr internationaler Reisebewegungen. Nordamerika hingegen wächst mit lediglich 1% auf 3.055 Milliarden US-Dollar deutlich langsamer, was eine verzögerte Erholung und strukturelle Hemmnisse widerspiegelt.
„Der Sektor hat sein bestes Jahr überhaupt erlebt und dabei seine Widerstandsfähigkeit sowie seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, schneller als die Weltwirtschaft zu wachsen“, erklärte WTTC-Chefin Gloria Guevara.
Gleichwohl bleiben die regionalen Unterschiede bestehen. Faktoren wie Erreichbarkeit, Kapazitäten und politische Rahmenbedingungen beeinflussen weiterhin maßgeblich die Entwicklung des Sektors.
Die robuste Verfassung der Reise- und Tourismusbranche spiegelt sich auch an den Aktienmärkten wider: Mehrere Branchenführer verzeichnen seit Jahresbeginn zweistellige Kurszuwächse, darunter Meliá Hotels mit +42%, Getlink mit +23%, Marriott mit +18% sowie Hilton mit +15%.




















