In meiner heutigen Kolumne beleuchte ich, warum Takaichis überwältigender Wahlsieg nicht zwangsläufig eine ruhige Fahrt für den Yen oder japanische Staatsanleihen bedeutet. Beide Märkte reagieren sehr sensibel auf die sich verschlechternde fiskalische Perspektive und darauf, wie die Behörden diese angehen wollen.
Falls Sie mehr Zeit zum Lesen haben, empfehle ich folgende Artikel, um das heutige Marktgeschehen besser zu verstehen.
Die wichtigsten Marktbewegungen des Tages
* AKTIEN: Japans Nikkei steigt um 4% auf neues Hoch. Südkorea ebenfalls +4%, China +2%. Europa, Brasilien und Mexiko auf neuen Höchstständen, Gewinne in Großbritannien verhaltener. Wall Street im Plus. * SEKTOREN/AKTIEN: S&P 500 Softwareindex +3%, Tech +1,6%, Materialien +1,4%; Konsumgüter -0,9%. Oracle +10%, Palantir +5%, Microsoft +3%, Nvidia +2,5%. * DEVISEN: Yen legt breit zu, Dollar fällt auf breiter Front. Schweizer Franken springt nach oben, thailändischer Baht steigt nach Wahl um 1%. Chinesischer Yuan auf 3-Jahres-Hoch. * ANLEIHEN: JGBs erholen sich nach anfänglichem Kursrutsch nach der Wahl, US-Renditen über die Laufzeiten hinweg kaum verändert. * ROHSTOFFE/METALLE: Gold +2%, Silber +7%, US-Kupfer +1,5%. Öl +1%.Diskussionspunkte des Tages
* Ein G7-Premierminister hebt ab ...
Der historische Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi am Sonntag verschafft ihr ein Mandat, wie es kein Regierungschef zuvor hatte. Die Frage für die Märkte ist nun, wie sie ihre Versprechen zu erhöhten Ausgaben und Steuersenkungen finanzieren will.
Die konservative Regierungschefin betont, das Konjunkturpaket werde auf "verantwortungsvolle" Weise umgesetzt. Eine Möglichkeit zur Finanzierung ist der Verkauf von Auslandsvermögen. Und davon besitzt Japan reichlich. Japanische Aktien könnten gleichgültig sein, wie die Ausgaben finanziert werden, doch Yen und JGBs reagieren deutlich sensibler.
* ... ein anderer versinkt?
Die Lage des britischen Premierministers Keir Starmer könnte indes nicht gegensätzlicher sein. 18 Monate nach seinem eigenen Erdrutschsieg sieht er sich angesichts des Peter-Mandelson/Jeffrey-Epstein-Skandals mit wachsenden Rücktrittsforderungen konfrontiert.
Seine Amtszeit steht auf der Kippe, da enge Berater zurücktreten, obwohl Labour-Abgeordnete ihm am Montag den Rücken stärkten. Also etwas Aufschub für Starmer, aber die Situation bleibt angespannt. Britische Staatsanleihen stehen unter Druck, ebenso das Pfund gegenüber dem Euro, weniger stark jedoch gegenüber dem Dollar.
* Hyperscaler und Hyper-Verschuldung? Kein Problem
Sorgen um die enormen KI-Investitionen der US-Tech-Giganten könnten übertrieben sein, wenn die Nachfrage nach der Anleiheemission von Alphabet, dem Mutterkonzern von Google, ein Indikator ist. Oder Investoren wählen gezielter aus, und Alphabet gilt klar als KI-"Gewinner".
Das geplante Anleiheangebot über 15 Milliarden US-Dollar soll Berichten zufolge auf eine Nachfrage von über 100 Milliarden US-Dollar gestoßen sein – ein Vertrauensbeweis der Investoren und eine Kehrtwende zur Vorwoche, als Alphabets Ankündigung, dieses Jahr bis zu 185 Milliarden US-Dollar in KI zu investieren, die Aktie belastete. Wird die Nachfrage nach Schulden anderer Hyperscaler ebenso groß sein?
Was könnte morgen die Märkte bewegen?
* Verbraucherstimmung Australien (Februar) * Inflation Brasilien (Januar) * US-Einzelhandelsumsätze (Dezember) * US-Importpreise (Dezember) * US-Finanzministerium versteigert 58 Milliarden US-Dollar an dreijährigen Anleihen * Globale Quartalszahlen, unter anderem von Coca-Cola, AstraZeneca, BP, Barclays, Spotify, Ford, Honda * US-Notenbankvertreter sprechen, darunter Cleveland-Fed-Präsidentin Beth Hammack und Dallas-Fed-Präsidentin Lorie LoganMöchten Sie Trading Day jeden Morgen in Ihrem Posteingang erhalten? Hier für meinen Newsletter anmelden.
Die geäußerten Meinungen stammen vom Autor und spiegeln nicht die Ansichten von Reuters News wider, das sich nach den Trust Principles zu Integrität, Unabhängigkeit und Unvoreingenommenheit verpflichtet.

















