Vor ihrem Rückzug aus dem Land im Jahr 2011 zur Einhaltung der EU-Sanktionen förderte TotalEnergies in Syrien rund 53'000 Barrel Öläquivalent pro Tag, vornehmlich Erdgas. Vor Ausbruch des Konflikts exportierte Syrien im Jahr 2010 fast 380'000 Barrel Öl pro Tag. Der auf die Proteste gegen das Regime von Baschar al-Assad folgende Bürgerkrieg hat die syrische Wirtschaft tiefgreifend destabilisiert und einen erheblichen Teil der Energieinfrastruktur des Landes zerstört.

Julien Pouget, Leiter der Abteilung Exploration & Produktion für den Nahen Osten und Nordafrika bei TotalEnergies, begrüßte die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der syrischen Ölgesellschaft und verwies auf die historischen Beziehungen zwischen den beiden Konzernen im Zeitraum von 1988 bis 2011. Seit dem Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 hat das Interesse großer Energiekonzerne an Syrien deutlich zugenommen. Insbesondere Chevron gab diese Woche bekannt, einen Standort für das erste Tiefsee-Öl- und Gasprojekt des Landes ausgewählt zu haben, wobei der Start der technischen Operationen für diesen Sommer geplant ist.