TotalEnergies, QatarEnergy und ConocoPhillips prüfen Offshore-Projekt in Syrien
TotalEnergies, QatarEnergy und ConocoPhillips haben eine Vereinbarung mit der Syrian Petroleum Company unterzeichnet, um eine technische Studie für den Offshore-Block 3 vor der Küste von Latakia in Syrien einzuleiten. Diese Absichtserklärung schafft den Rahmen für Gespräche über eine mögliche kommerzielle Exploration. Die Initiative ist Teil der Strategie der neuen syrischen Regierung, ausländische Investitionen in einen Energiesektor zu locken, der durch jahrelangen Bürgerkrieg und internationale Sanktionen massiv geschwächt wurde.
Vor ihrem Rückzug aus dem Land im Jahr 2011 zur Einhaltung der EU-Sanktionen förderte TotalEnergies in Syrien rund 53'000 Barrel Öläquivalent pro Tag, vornehmlich Erdgas. Vor Ausbruch des Konflikts exportierte Syrien im Jahr 2010 fast 380'000 Barrel Öl pro Tag. Der auf die Proteste gegen das Regime von Baschar al-Assad folgende Bürgerkrieg hat die syrische Wirtschaft tiefgreifend destabilisiert und einen erheblichen Teil der Energieinfrastruktur des Landes zerstört.
Julien Pouget, Leiter der Abteilung Exploration & Produktion für den Nahen Osten und Nordafrika bei TotalEnergies, begrüßte die Wiederaufnahme der Zusammenarbeit mit der syrischen Ölgesellschaft und verwies auf die historischen Beziehungen zwischen den beiden Konzernen im Zeitraum von 1988 bis 2011. Seit dem Sturz von Baschar al-Assad Ende 2024 hat das Interesse großer Energiekonzerne an Syrien deutlich zugenommen. Insbesondere Chevron gab diese Woche bekannt, einen Standort für das erste Tiefsee-Öl- und Gasprojekt des Landes ausgewählt zu haben, wobei der Start der technischen Operationen für diesen Sommer geplant ist.
TotalEnergies SE ist einer der weltweit führenden Ölkonzerne. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Raffinerie und Chemie (43,3 %): Raffinierung von Erdölprodukten (Betrieb von 14 Raffinerien weltweit zum Ende des Jahres 2025) sowie Herstellung von Grundchemikalien (Olefine, Aromaten, Polyethylen, Düngemittel usw.) und Spezialchemikalien (Kautschuk, Harze, Klebstoffe usw.). Der Konzern ist zudem im Handel und Seetransport von Rohöl und Erdölprodukten tätig; - Vertrieb von Erdölprodukten (39,1 %): Ende 2025 wurden weltweit 12.775 Tankstellen betrieben; - Stromerzeugung (9,7 %): aus Gas-Kombikraftwerken und erneuerbaren Energien; - Gasförderung, -handel, -transport und -verteilung (5 %): vor allem Flüssigerdgas (43,9 Millionen Tonnen verkauft im Jahr 2025), Erdgas, Biogas, Wasserstoff, Flüssiggas usw.; - Förderung und Produktion von Kohlenwasserstoffen (2,8 %): 2,5 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag im Jahr 2025; - Sonstiges (0,1 %). Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (22,8 %), Europa (45 %), Afrika (10 %), Nordamerika (7,2 %) und Sonstige (15 %).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
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Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.