(Alliance News) - Die Umwandlung der Sparaktien in Stammaktien läutet für TIM eine neue strategische Phase ein, wie Il Messaggero am Mittwoch berichtet.

Am Montag, dem 19., tritt der Verwaltungsrat zusammen, um nach jüngsten Wechseln die internen Ausschüsse zu ergänzen und mit einer Einführungssitzung die Arbeit am neuen Industrieplan 2026-2029 zu beginnen, der das jährliche Update des aktuellen Plans 2025-2028 ersetzen wird.

Wie die Tageszeitung erklärt, wird der Businessplan, der nach der Zustimmung des Boards Mitte März erwartet wird, die industrielle Integration mit Poste Italiane markieren. Nach der Umwandlung sinkt deren Anteil von 27,32% auf etwa 19,6% des Kapitals von TIM.

Erste Schätzungen weisen auf potenzielle Synergien zwischen EUR1 und EUR1,2 Milliarden hin. Die Überarbeitung des Plans, die von CEO Pietro Labriola angestoßen wurde, berücksichtigt die Auswirkungen der Umwandlung auf die Kapitalstruktur, die dadurch flexibler in Bezug auf Reserven, Liquiditätsbedarf und Ausschüttungen wird.

Die Rückkehr zur Dividende, die als wahrscheinlich gilt, bleibt an die Entwicklung des Dossiers Sparkle gebunden, das derzeit an das Konsortium Retelit (Asterion) und das MEF verkauft werden soll.

Auf industrieller Ebene, so Il Messaggero weiter, ist der konkreteste Schritt der Übergang von PosteMobile in das TIM-Netz: Der virtuelle Betreiber verlässt Vodafone und wird die Migration der SIM-Karten bis zum ersten Halbjahr 2026 abschließen, ohne Änderungen für die Kunden. Die Maßnahme senkt die Kosten für PosteMobile, steigert das Wholesale-Volumen von TIM und ebnet den Weg für gemeinsame Angebote in den Bereichen Mobilfunk, digitale Dienste und öffentliche Verwaltung.

Darüber hinaus werden weitere Synergien zwischen Telekommunikation, Zahlungsverkehr und Energie geprüft, angefangen bei einem möglichen Joint Venture für Cloud, KI und digitale Dienste für Unternehmen und öffentliche Hand, im Einklang mit dem Strategischen Nationalen Pol und den europäischen Vorschriften.

Zu den kommerziellen Hebeln zählt auch die Nutzung des Netzes von rund 13.000 Postfilialen von Poste.

Von Claudia Cavaliere, Alliance News Reporterin

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