(Alliance News) - Telecom Italia plant einen schrittweisen Rückzug von den Inwit-Funkmasten, ein Prozess, der sich über etwa zehn Jahre erstrecken könnte.
Wie MF-Milano Finanza am Freitag berichtet, hat der von Pietro Labriola geführte Konzern bei der Vorlage der Quartalszahlen einen 'klaren und realistischen' Plan für den Ausstieg aus den Funkmasten vorgelegt. Dies geschah auf Anfrage der Consob nach einer Beschwerde von Inwit bezüglich der Kündigung des Master Service Agreement.
Die Strategie zur Senkung der Infrastrukturkosten basiert auf drei Säulen: der Nutzung von rund 8.500 bereits bestehenden Masten von Inwit-Wettbewerbern, dem Bau von 6.000 neuen Standorten durch andere Tower-Gesellschaften mit einer Rate von etwa 500 pro Jahr sowie weiteren 6.000 Standorten, die im Rahmen eines Joint Ventures mit Fastweb+Vodafone entwickelt werden.
Trotz der Kündigung der Vereinbarung zum August 2030 wird die vollständige Migration aufgrund der im aktuellen Abkommen vorgesehenen Rechte längere Zeit in Anspruch nehmen. Ein ähnlicher Zeitrahmen wurde auch von Swisscom angedeutet.
Die rechtliche Auseinandersetzung bleibt derweil offen: Inwit hält die Kündigungen für unrechtmäßig und hat eine einstweilige Verfügung beantragt, um deren Wirksamkeit gegenüber TIM und Fastweb auszusetzen. Unterdessen strebt TIM Kostensenkungen auch durch die vorläufige Vereinbarung zum Ran-Sharing mit Fastweb an.
Während des Analysten-Calls kommentierte Labriola auch die von Sky gegen TIM und Dazn erhobene Schadenersatzforderung in Höhe von 1,9 Mrd. EUR im Zusammenhang mit der Serie A. Er spottete, dass Sky 'vielleicht Mittel für die Formel-1-Rechte benötige'.
Der Manager bezeichnete es zudem als schwierig, die Beweggründe für die Forderung nachzuvollziehen, und betonte, dass die Vereinbarung keine marktabschottende Wirkung gehabt habe.
Zum Dossier Fibercop-Open Fiber erklärte Labriola, dass TIM bis zu 75% der von Fibercop generierten Synergien erhalten könnte, sofern die kommerzielle Vereinbarung bis zum 31. Dezember abgeschlossen wird.
Der CEO bestätigte außerdem, dass mit den Ergebnissen des zweiten Quartals der neue Businessplan 2026-2028 vorgestellt wird.
Von Chiara Bruschi, Alliance News Reporterin
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