Frankfurt, 08. Apr (Reuters) - Die Kurzvideo-Plattform TikTok plant für ihre europäischen Nutzer ein zweites Rechenzentrum in Finnland. Das Investitionsvolumen belaufe sich auf eine Milliarde Euro, teilte die Tochter des chinesischen Konzerns ByteDance am Mittwoch mit. Die Anlage habe eine Anschlussleistung von zunächst 50 Megawatt und könne auf bis zu 128 Megawatt erweitert werden. Der angekündigte Bau sei "Teil der zwölf Milliarden Euro schweren Initiative zur Datensouveränität und zum Datenschutz der 200 Millionen europäischen Nutzer".
TikTok und ByteDance stehen wegen ihrer Nähe zur chinesischen Regierung unter verschärfter Beobachtung. Sicherheitsbehörden befürchten, dass die Regierung in Peking Kontrolle über die Daten ausländischer Nutzer erlangt. Zudem könne sie die Empfehlungs-Algorithmen der Software manipulieren, um Einfluss auszuüben. TikTok und die chinesische Regierung haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen. In den USA konnte die für Tanzvideos bekannte Plattform ihre drohende Sperrung nur abwenden, indem ByteDance die Mehrheit des dortigen Geschäfts an US-amerikanische und internationale Investoren abgab.
In Europa rief TikTok wegen des wachsenden politischen Drucks vor einigen Jahren das Projekt "Clover" ins Leben. In dessen Rahmen sollen Daten europäischer Nutzer in lokalen Rechenzentren gespeichert werden. Diese stehen in Irland, Norwegen und Finnland. Skandinavien ist als Standort von Cloud-Rechenzentren beliebt. Wegen der relativ niedrigen Durchschnittstemperaturen benötigen die Server weniger Kühlung. Zudem ist Strom in diesen Ländern vergleichsweise günstig und das rechtliche Umfeld stabil.
(Bericht von Supantha Mukherjee und Anne Kauranen; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Die Microsoft Corporation ist weltweit führend in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Betriebssystemen und Softwareprogrammen für PCs und Server. Der Konzern produziert und vertreibt außerdem Computerausrüstung. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Verkauf von Betriebssystemen und Anwendungsentwicklungstools (42,9 %): hauptsächlich für Server (Azure, SQL Server, Windows Server, Visual Studio, System Center, GitHub usw.) und (Windows); - Entwicklung von Cloud-basierten Softwareanwendungen (37,7 %): Programme für Produktivität (Microsoft 365; Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access), integriertes Management und Kundenbeziehungsmanagement (Dynamics 365), Online-Dateifreigabe und -verwaltung (OneDrive) sowie einheitliche und kollaborative Kommunikation (Microsoft Teams); - Sonstiges (19,4 %): vor allem Verkauf von Softwarelizenzen (Windows), Tablets (Microsoft Surface), Videospielkonsolen und -software (Xbox), Computerzubehör usw. Die Vereinigten Staaten machen 51,3 % des Nettoumsatzes aus.
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ESG MSCI
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Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.