Das South Texas Environmental Justice Network teilte mit, dass seine Mitglieder am Dienstag vor dem Haupteingang der Anlage protestieren wollen, wenn SpaceX eine dreitägige Serie von Besichtigungen und Treffen mit Wall-Street-Analysten beginnt.
Netzwerk-Mitbegründerin Bekah Hinojosa sagte, sie fordere Investoren zum Boykott des IPOs auf und habe beim Büro des New Yorker Rechnungsprüfers Mark Levine lobbyiert, um den Kauf von Unternehmensanteilen für die Pensionskassen der Stadt zu verhindern.
Die Raketenstarts des Unternehmens von seiner Starbase-Anlage in Boca Chica, Texas, hätten ihre Wohnung im nahe gelegenen Brownsville zum Erbeben gebracht. Hinojosa äußerte zudem die Sorge, dass die von den Raketen ausgestoßenen Flammen Brände in der trockenen Landschaft Südtexas auslösen könnten.
"Es fühlt sich nicht gut an, das Gefühl zu haben, von Elon Musk bombardiert zu werden", sagte Hinojosa in einem Interview am Montag.
Sie fügte hinzu, dass sie mehrere Gespräche mit Levines Büro über SpaceX geführt habe. Ein Vertreter des Rechnungsprüfers lehnte eine Stellungnahme ab.
SpaceX reagierte nicht sofort auf Anfragen für einen Kommentar.
Hinojosas Bedenken unterstreichen das Dilemma, vor dem potenzielle Aktionäre bei dem wohl größten Börsengang der Geschichte stehen.
Aktionäre, insbesondere Leiter öffentlicher Pensionsfonds in demokratisch geprägten Bundesstaaten, fördern häufig Naturschutzbelange. Sie haben zudem jahrelang erfolglos argumentiert, dass Musk an der Spitze seines Automobilherstellers Tesla und der Social-Media-Plattform X einer stärkeren Aufsicht bedarf.
Dennoch könnten nun einige derselben Fonds Musks nächstes Vorhaben unterstützen, entweder durch direkte Zeichnung beim IPO oder sobald das Unternehmen in Indizes aufgenommen wird, die ihre Investitionen steuern.
SpaceX begann 2019 mit Starts von der Starbase, die sich zum Fertigungszentrum für das Starship-Raumschiff und die Super-Heavy-Trägerrakete des Unternehmens entwickelt hat.
Der Erfolg war von Herausforderungen am Standort begleitet, darunter eine Start-Explosion im Jahr 2023, die eine Wolke aus pulverisiertem Beton über eine nahe gelegene Kleinstadt schleuderte und einen Bodenbrand auslöste. Das Unternehmen hat seither seine Startrampe mit einem Wasserkühlsystem nachgerüstet, sah sich jedoch Bedenken hinsichtlich der Genehmigung für dieses Verfahren gegenüber. (Berichterstattung durch Ross Kerber; Redaktion durch Dawn Kopecki und David Gregorio)



















