Tema, einer der zahlreicher werdenden ETF-Anbieter, die Fonds zu thematischen Trends auflegen, hat bei der US-Börsenaufsicht die Zulassung eines neuen börsengehandelten Vehikels beantragt. Dieses soll ein Exposure in Prognosemarkt-Plattformen sowie der dahinterstehenden Handelsinfrastruktur bieten.

Die U.S. Securities and Exchange Commission prüft bereits die Zulassung von rund zwei Dutzend ETFs anderer Gesellschaften. Diese versuchen, Fragestellungen aus Prognosemärkten in Produkte zu verpacken, die Anleger so einfach wie Aktien handeln können, um eine alternative Partizipationsmöglichkeit am Boom in diesem Sektor zu schaffen.

In dem am späten Mittwoch eingereichten Prospekt gab Tema an, weltweit in börsennotierte Unternehmen investieren zu wollen, die entweder selbst Prognosemarkt-Plattformen betreiben oder als Handelsunternehmen agieren, wie etwa Börsen, Brokerhäuser, Market-Maker und Finanzdatendienstleister.

Obwohl die Investmentgesellschaft keine spezifischen Unternehmen nannte und auf Anfragen zunächst nicht reagierte, könnte dies Beteiligungen an Brokern wie Robinhood Markets oder der Interactive Brokers Group einschließen, die beide bereits Prognosemarkt-Kontrakte auf ihren Plattformen eingeführt haben.

Auch die Trump Media and Technology Group hat auf ihrem Social-Media-Kanal Truth Social einen kryptobasierten Prognosemarkt gestartet.

Prognosemärkte ermöglichen es Nutzern, binäre Kontrakte auf politische, wirtschaftliche, sportliche oder gesellschaftliche Ereignisse zu handeln. Die Ergebnisse hängen von der Beantwortung von Fragen ab, die von der Mehrheit im US-Senat bei den diesjährigen Midterm-Wahlen bis hin zum Ort der Hochzeit von Taylor Swift und Football-Star Travis Kelce reichen können.

Prognosemärkte rücken jedoch zunehmend in den Fokus von Regulierungsbehörden und Kongress, da Bedenken hinsichtlich Interessenkonflikten und Insiderhandel bestehen.