Der spanische Telekommunikationskonzern Telefónica sieht sich bei der Umsetzung seiner Ziele für 2026 auf Kurs. Die am Donnerstag veröffentlichten Ergebnisse für das erste Quartal entsprachen den Erwartungen, wenngleich der Nettoverlust durch die Veräußerung von Tochtergesellschaften in Lateinamerika belastet wurde.

Für das Gesamtjahr strebt die Gruppe ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum zwischen 1,5% und 2,5% an. Ein identischer Zuwachs wird für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwartet.

Der Umsatz stieg im Zeitraum von Januar bis März auf währungsbereinigter Basis um 0,8% auf 8,13 Milliarden Euro (9,52 Milliarden Dollar). Dabei konnte das Wachstum bei den Dienstleistungsumsätzen von 1,1% den Rückgang der Mobilfunkverkäufe um 2,4% kompensieren.

Das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 1,8% auf 2,84 Milliarden Euro, während sich die bereinigte EBITDA-Marge um 0,3 Prozentpunkte auf 34,9% verbesserte.

Das Unternehmen wies einen Nettoverlust von 411 Millionen Euro (481 Millionen Dollar) aus, verglichen mit einem Verlust von 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis wurde maßgeblich durch den Verkauf der Tochtergesellschaften in Chile, Kolumbien und Mexiko beeinflusst. Der Vorjahresverlust war primär auf Abschreibungen auf verkaufte Vermögenswerte in Peru und Argentinien zurückzuführen.

Ohne Berücksichtigung der buchhalterischen Effekte aus den Desinvestitionen in Lateinamerika belief sich der bereinigte Nettogewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen im ersten Quartal auf 482 Millionen Euro. Dies entspricht auf vergleichbarer Basis einem Rückgang von 21,5% gegenüber den 614 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums.

Die Nettofinanzverschuldung sank seit Ende Dezember dank der Desinvestitionen, einschließlich der Verkäufe in Kolumbien und Chile, um 1,5 Milliarden Euro auf 25,34 Milliarden Euro. Telefónica gab an, dass der Verschuldungsgrad auf das 2,72-fache sank, und bestätigte die Bardividende von 0,15 Euro pro Aktie für 2026.

In den einzelnen Märkten blieb Brasilien der wichtigste Wachstumstreiber mit einem Umsatzplus von 7,4% und einem Anstieg des bereinigten EBITDA um 8,7%. Deutschland verzeichnete hingegen einen Umsatzrückgang von 8,6% und ein Minus beim bereinigten EBITDA von 8,4%, was die Schwäche im Mobilfunkgeschäft und die Abwanderung von 1&1-Kunden widerspiegelt.

(1 Dollar = 0,8537 Euro)

(Berichterstattung durch David Latona; Redaktion durch Joe Bavier; spanische Fassung durch Jorge Ollero Castela und María Bayarri Cárdenas)