Der Konsumentenkreditgeber Synchrony Financial hat am Mittwoch einen Anstieg des Gewinns im dritten Quartal gemeldet, begünstigt durch höhere Zinserträge, da Kunden verstärkt online einkauften.
Der Nettozinsertrag des Unternehmens - die Differenz zwischen den Einnahmen aus Krediten und den Ausgaben für Einlagen - stieg um 2,4 % auf 4,72 Milliarden US-Dollar.
Trotz gestiegener Kreditkosten und umfassender Zölle leisten Verbraucher weiterhin ihre Zahlungen und vermeiden eine deutliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit.
Kreditkartenzinsen in den USA liegen deutlich über denen von Hypotheken- oder Autokrediten, was den Kreditkartenanbietern hilft, branchenweit starke Zinserträge zu erzielen.
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle von Synchrony sank im dritten Quartal um 28,2 % beziehungsweise 451 Millionen US-Dollar. Dies ist auf geringere Nettoabschreibungen und eine Reserveauflösung in Höhe von 152 Millionen US-Dollar zurückzuführen, verglichen mit einem Aufbau von 44 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Rückstellungen sind von Kreditgebern bereitgestellte Mittel, um potenzielle Kreditverluste abzudecken. Sie dienen als wichtige Absicherung gegen Zahlungsausfälle und gelten als Indikator für die Einschätzung zukünftiger Kreditrisiken.
Das Einkaufsvolumen des Kreditgebers - der Gesamtwert der Transaktionen nach Abzug von Rabatten und Rückgaben - stieg im Quartal um 2 %, da die Kunden freizügiger ausgaben.
Die Nettozinsmarge, ein Maß für die Rentabilität des Kreditgeschäfts, erhöhte sich im Quartal um 58 Basispunkte auf 15,6 %.
Der Nettogewinn von Synchrony stieg in den drei Monaten bis zum 30. September auf 1,08 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 2,86 US-Dollar je Aktie, verglichen mit 789 Millionen US-Dollar oder 1,94 US-Dollar je Aktie im Vorjahreszeitraum.
Die Aktien des in Stamford, Connecticut, ansässigen Unternehmens legten im vorbörslichen Handel um 1,57 % auf 73,98 US-Dollar zu. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um rund 12,1 % gestiegen.


















