Der Supertanker Agios Fanourios I befindet sich auf dem Weg nach Vietnam, um seine Ladung irakischen Rohöls zu löschen, nachdem er fünf Tage lang von der U.S. Navy im Golf von Oman festgehalten worden war, teilte der Schiffsmanager am Montag mit.

Der unter maltesischer Flagge fahrende Very Large Crude Carrier (VLCC) passierte am 10. Mai die Straße von Hormus und kreuzte im Golf von Oman, bevor er am 11. Mai wendete. 

Am 16. Mai setzte das Schiff seine Reise in Richtung Vietnam fort und wird laut Schifffahrtsdaten der LSEG voraussichtlich am 30. Mai an der Nghi-Son-Raffinerie eintreffen.

Ein VLCC kann maximal zwei Millionen Barrel Öl transportieren. 

Eine Quelle bei dem in Athen ansässigen Schiffsmanager Eastern Mediterranean Maritime, die anonym bleiben wollte, bestätigte, dass der Tanker nach der Genehmigung durch die U.S. Navy seine Fahrt nach Vietnam fortsetze. 

Das Zentralkommando des US-Militärs gab letzte Woche bekannt, dass das Schiff im Rahmen der laufenden Durchsetzung der Blockade gegen den Iran umgeleitet wurde.

Mindestens zwei weitere Rohöltanker verließen die Meerenge in der vergangenen Woche, doch insgesamt blieb der Rohölverkehr durch die Straße von Hormus begrenzt.

Vor Beginn des Krieges gegen den Iran war die Straße von Hormus der Transitweg für 20% der weltweiten Energieversorgung, was 125 bis 140 täglichen Passagen entsprach.

'Das Vertrauen der Schifffahrt rund um Hormus ist nach wie vor sehr schwach', so der Schiffsmakler Clarksons in einer Notiz vom Montag. 

Weitere 12 Schiffe haben die Meerenge in den letzten 24 Stunden durchquert, darunter zwei Flüssiggastanker (LPG) mit Ziel Indien, wie aus Satellitenanalysen der Datenanalysten von SynMax hervorgeht. 

Ein weiterer LPG-Tanker befand sich am Montag ebenfalls mit Kurs auf Indien in der Durchfahrt durch die Meerenge, wie Daten der Plattform MarineTraffic zeigten.