Der südkoreanische Handelsgesandte Yeo Han-koo erklärte am Samstag, er habe dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer mitgeteilt, dass die Untersuchung gegen die E-Commerce-Plattform Coupang vergleichbar mit jeder Untersuchung gegen ein inländisches Unternehmen sei, das einen Kundendatenleck erlitten habe.

Der Fall gegen das an der New Yorker Börse notierte Unternehmen Coupang müsse getrennt von Handelsfragen behandelt werden, sagte Yeo nach eigenen Angaben bei einem Gespräch mit Greer am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos, Schweiz.

Einige US-Gesetzgeber und Investoren haben der südkoreanischen Regierung vorgeworfen, Coupang, das den Großteil seiner Einnahmen in Korea erzielt, ungerechtfertigt ins Visier zu nehmen.

Im November hatte Coupang bekanntgegeben, dass persönliche Daten von mehr als 33 Millionen Kunden kompromittiert worden seien. Dies führte zu heftigen Reaktionen von südkoreanischen Parlamentariern und der Öffentlichkeit und löste eine umfassende Untersuchung sowie Klagen gegen das Unternehmen aus.