Ein Streik südkoreanischer Lkw-Fahrer, die für den Transport von Transportbeton zuständig sind, schürt Sorgen über mögliche Verzögerungen bei den massiven Erweiterungsprojekten für Halbleiterwerke von Samsung Electronics und SK Hynix. Dies berichteten südkoreanische Medien am Freitag.

Die Gewerkschaft der Transportarbeiter für Transportbeton hat die Auslieferungen im Großraum Seoul seit Montag eingestellt. An dem Arbeitskampf beteiligen sich nach Angaben der Gewerkschaft rund 8.000 Mitglieder, die höhere Tarife und strukturelle Anpassungen fordern.

Wie die Zeitung Chosun Ilbo berichtete, blockierten Gewerkschaftsmitglieder am Donnerstag zudem die Auslieferungen aus zwei Betonwerken in Pyeongtaek. Dies führte dazu, dass die Betonarbeiten auf der Baustelle für das neue Chipwerk von Samsung Electronics zum Erliegen kamen.

Auch am Standort von SK Hynix in Yongin wurden die Betonarbeiten nach der Stornierung von Lieferungen eingestellt, meldete die Nachrichtenagentur Newsis unter Berufung auf Branchenvertreter.

SK Hynix erklärte in einer Stellungnahme, dass die kurzfristigen Auswirkungen voraussichtlich begrenzt bleiben, da das Unternehmen die Bauabläufe entsprechend angepasst habe.

Samsung lehnte eine Stellungnahme ab, während die Gewerkschaft zunächst nicht auf eine Anfrage reagierte.

Zuvor hatte sich die Gewerkschaft mit den Betonherstellern auf eine vorläufige Einigung verständigt. Die Mitglieder lehnten diesen Vorschlag jedoch am Mittwoch in einer Abstimmung ab, was den Ausstand verlängert.

Laut Newsis dürften die kurzfristigen Folgen überschaubar bleiben, da die Bauunternehmen in Erwartung der Unterbrechungen einige Arbeiten vorgezogen hatten. Ein lang anhaltender Lieferstopp könnte jedoch die langfristigen Zeitpläne der Bauvorhaben gefährden.