Südkorea erwägt den Bau einer Foundry im Wert von 4,5 Billionen Won (3,06 Milliarden US-Dollar) zur Chipfertigung. Das Projekt soll durch staatliche und private Investitionen finanziert werden, wie das Industrieministerium mitteilte. Damit will das Land seine führende Position im Halbleiterbereich sichern.
Präsident Lee Jae Myung leitete am Mittwoch eine Sitzung, an der Führungskräfte von Chipherstellern wie Samsung Electronics und SK Hynix sowie politische Entscheidungsträger und Experten teilnahmen. Ziel des Treffens war es, Strategien zu entwickeln, um Südkoreas Vorsprung im Bereich der Speicherchips zu verteidigen, das Foundry-Geschäft zu stärken und das Design von fabless Chips im Zeitalter der künstlichen Intelligenz auszubauen.
„Südkorea muss einen neuen Sprung nach vorn machen, und der Halbleitersektor ist ein Bereich, in dem wir sehr wettbewerbsfähig sind“, sagte Lee.
Das Industrieministerium erklärte in einer Stellungnahme, Südkorea prüfe die Errichtung einer 12-Zoll-Foundry mit 40-Nanometer-Technologie. Dieses Projekt soll gemeinsam von öffentlicher und privater Seite getragen werden und fabless Unternehmen bei der Entwicklung und dem Testen von Chips unterstützen.
Darüber hinaus strebt Südkorea die lokale Produktion von verteidigungsrelevanten Halbleitern an, da dieser Sektor derzeit zu 99 % von Importen abhängig ist, so das Ministerium weiter.
Die Regierung erwägt zudem, in einem einschlägigen Gesetz eine Klausel für den vorrangigen Kauf inländischer Halbleiter für die nationale Sicherheitsinfrastruktur zu verankern.
Unter Präsident Lee wird ein Sonderausschuss für Halbleiter eingerichtet, der als Steuerungszentrum für die nationale Chip-Politik fungieren soll, heißt es in der Erklärung.
($1 = 1.471,0200 Won)



















