Der südafrikanische Rand hat am Freitagmorgen im frühen Handel nachgegeben. Ein erstarkter US-Dollar und steigende Rohölpreise drückten auf die Risikobereitschaft, während die globalen Märkte zudem den letzten Tag des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping im Blick behielten.

o Um 06:54 GMT notierte der Rand bei 16,6426 gegenüber dem Dollar, was einem Rückgang von etwa 1 % im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs entspricht.

o Der Greenback präsentierte sich gegenüber einem Währungskorb fester und steuerte auf seinen größten Wochengewinn seit mehr als zwei Monaten zu.

o Die weltweiten Ölpreise stiegen um mehr als 1 %, nachdem Trump erklärt hatte, China wolle Öl aus den USA beziehen. Zudem hielten die Sorgen über Angriffe auf Schiffe und Beschlagnahmungen in der Straße von Hormus an, obwohl der Iran mitteilte, dass rund 30 Schiffe die Wasserstraße passiert hätten.

o 'Der risikosensitive Rand hat heute Morgen im Einklang mit schwächeren Schwellenländer- und Rohstoffwährungen deutlich nachgegeben', sagte Andre Cilliers, Währungsstratege bei TreasuryONE. Er fügte hinzu, dass Zinserhöhungs- und Inflationsängste die Risikostimmung belasteten.

o Wie andere risikobehaftete Währungen orientiert sich der Rand häufig an globalen Faktoren. Seit Beginn des US-israelischen Konflikts mit dem Iran Ende Februar ist er der globalen Marktstimmung ausgeliefert.

o 'Der Rand schloss gestern bei 16,45, aber seit der Veröffentlichung der US-Daten profitierte er von den Rohstoffpreisen, insbesondere von Platin. Diese gaben gestern Abend recht schnell nach, während gleichzeitig der Ölpreis stieg', schrieb Adam Phillips, Treasury-Spezialist bei Umkhulu Treasury, in einer Notiz.

o Die südafrikanische Benchmark-Staatsanleihe mit Laufzeit bis 2035 tendierte im frühen Handel schwächer; die Rendite stieg um 1 Basispunkt auf 8,765 %.