Die Stockholmer Börse notiert am Mittag des ersten Handelstages der Woche leicht im Plus. Die Entwicklung am Montag spiegelt die Tendenz an den führenden europäischen Börsen wider. Während die USA neue Zölle gegen europäische Automobilhersteller angekündigt haben, liegt der Fokus primär auf dem Übernahmeangebot für Nilörn.

Iranischen Angaben zufolge wurde ein US-Kriegsschiff in der Straße von Hormus von Raketen getroffen, nachdem es iranische Warnungen ignoriert hatte. Diese Nachricht ließ die Stockholmer Börse zunächst einknicken, bevor sie sich nach einem US-Dementi wieder etwas erholen konnte.

Gegen 13:00 Uhr notierte der OMXS30-Index mit einem Plus von 0,27 Prozent bei 3.068,68 Punkten. An der Stockholmer Börse wurden Aktien im Wert von rund 11,3 Milliarden Kronen umgesetzt.

Die beste Entwicklung unter den großen Industriesektoren verzeichnete der Technologiesektor mit einem Anstieg von 1,3 Prozent. Am anderen Ende der Skala bildeten Immobilienwerte mit einem Minus von 1,1 Prozent das Schlusslicht.

Unter den Blue Chips des OMXS30-Index kletterten Nibe B um 9,9 Prozent, während EQT um 3,4 Prozent zulegten. Die schwächste Performance zeigten Evolution mit einem Minus von 1,9 Prozent und Industrivärden C mit einem Rückgang von 1,6 Prozent.

Das Verteidigungsunternehmen Saab könnte vor einem seiner größten Geschäfte der Firmengeschichte stehen: Die Lieferung von bis zu 150 Gripen-Kampfflugzeugen an die Ukraine. Dies erklärte CEO Micael Johansson in der SVT-Sendung 'Alex möter' mit Alexander Norén. Eine Einigung könnte demnach innerhalb weniger Monate erzielt werden. Die Aktie notierte 0,7 Prozent höher.

Der Baukonzern Skanska hat mit atNorth eine Vereinbarung über den Ausbau eines Rechenzentrums im finnischen Espoo unterzeichnet, wobei der Auftragswert bei 1,1 Milliarden Kronen liegt. Zudem erhielt Skanska einen Auftrag für das Hudson Tunnel Project in New York, der für das Unternehmen einen Wert von 3,4 Milliarden Kronen hat. Die Aktie legte um 0,8 Prozent zu.

Die Trimco Group unterbreitet ein Übernahmeangebot für sämtliche Aktien des Etikettenherstellers Nilörn in Höhe von 77 Kronen pro Aktie. Dies entspricht einer Prämie von 53 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs. Der Verwaltungsrat empfiehlt den Aktionären die Annahme des Angebots. Die Aktie schoss um 49,4 Prozent nach oben.

Das Polymerunternehmen Hexpol verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang des Betriebsergebnisses auf 701 Millionen Kronen, was stärker als erwartet ausfiel. Der Umsatz lag im Rahmen der Erwartungen. Die Aktie stieg um 1,5 Prozent.

Der Verwaltungsrat des Glücksspiel-Zulieferers Hacksaw hat beschlossen, den Vorstandsvorsitzenden und CEO Christoffer Källberg von seinen Aufgaben zu entbinden. Das Verwaltungsratsmitglied Ana Vrabic Verdir übernimmt das Amt interimistisch. Hacksaw hat einen umfassenden Rekrutierungsprozess für einen permanenten CEO eingeleitet. Die Nachricht wurde nach Börsenschluss am Donnerstag bekannt gegeben. Die Aktie fiel um 8,3 Prozent.

Das Cybersicherheitsunternehmen Yubico und das KI-Unternehmen OpenAI gehen eine langfristige Kooperation im Bereich der hardwarebasierten Authentifizierung ein. Nutzer von OpenAI können nun speziell entwickelte Sicherheitsschlüssel erwerben, um ihre Konten vor Phishing-Angriffen zu schützen. Die Aktie stieg um 16,8 Prozent.

Der Geflügelproduzent Scandi Standard hat Danbroiler übernommen, ein Unternehmen mit einem Umsatz von 86 Millionen Kronen und einer Kapazität von 3,5 Millionen Hähnchen pro Jahr. Die Aktie sank um 0,7 Prozent.

Das bereinigte EBITA-Ergebnis der Beteiligungsgesellschaft Ratos für das erste Quartal 2026 lag über den Analystenerwartungen. Der Umsatz entsprach dem Konsens. Die Aktie gab um 0,6 Prozent nach.

Das Immobilienunternehmen Stendörren berichtet für das erste Quartal von einem deutlichen Anstieg der Mieterträge und des operativen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Aktie verlor 1,8 Prozent.

Die Papiere des Automobilherstellers Volvo Cars notierten 0,6 Prozent im Minus.

An der Analystenfront hat die Handelsbanken Camurus von 'Hold' auf 'Buy' hochgestuft und das Kursziel von 600 auf 700 Kronen angehoben. Die Aktie legte um 3,1 Prozent zu.

Pareto hat die Empfehlung für Paradox von 'Hold' auf 'Buy' erhöht. Die Aktie stieg um 2,5 Prozent.

Dagens Industri empfiehlt in der Rubrik 'Aktie der Woche' den Kauf des Schlossherstellers Assa Abloy. Die Aktie notierte 1,1 Prozent im Plus.