Die Stiftung von Nvidia-CEO Jensen Huang und seiner Frau Lori erwirbt Rechenkapazitäten von CoreWeave, um diese Universitäten und anderen gemeinnützigen Institutionen zur Verfügung zu stellen. Laut einer Mitteilung beläuft sich der Wert der Spende bislang auf 108,3 Millionen Dollar.

Wie aus den am Dienstag eingereichten Unterlagen hervorgeht, sollen die Rechenressourcen für wissenschaftliche Zwecke und die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz genutzt werden. Nvidia plant zudem, einigen der Zuwendungsempfänger kostenlose Ingenieurdienstleistungen anzubieten, hieß es in der Meldung.

Während das Geschenk Huangs Großzügigkeit unterstreicht, stellt es zugleich eine weitere Unterstützungsmaßnahme von Nvidia für CoreWeave dar, einen auf KI-Anwendungen spezialisierten Cloud-Computing-Anbieter. Nvidia entwickelt die Grafikprozessoren (GPUs), die CoreWeave seinen Kunden anbietet. Im Januar investierte Nvidia 2 Milliarden Dollar in CoreWeave und wurde damit zum damaligen Zeitpunkt zum zweitgrößten Aktionär des Unternehmens.

Nvidia hatte im vergangenen Jahr eine Vereinbarung über Cloud-Computing-Kapazitäten im Wert von 6,3 Milliarden Dollar mit CoreWeave unterzeichnet. Diese garantiert, dass der KI-Chipkonzern sämtliche Cloud-Kapazitäten abnimmt, die nicht an Kunden verkauft werden.

Der Chipgigant ist aufgrund seiner Milliardeninvestitionen in KI-Unternehmen, darunter der ChatGPT-Entwickler OpenAI sowie diverse 'Neoclouds', ins Visier der Kritik geraten. Dies löste bei Investoren Besorgnis über mögliche Ringfinanzierungen aus.

CoreWeave hob bei der Bekanntgabe seiner jüngsten Ergebnisse in der vergangenen Woche das untere Ende seiner Prognose für die Investitionsausgaben an und begründete dies mit gestiegenen Komponentenpreisen. (Berichterstattung durch Max A. Cherney in San Francisco; Redaktion durch Cynthia Osterman)