(Alliance News) - Stellantis hat Sondierungsgespräche mit der chinesischen Marke Hongqi, einer Tochtergesellschaft der FAW Group, aufgenommen, um eine mögliche Fahrzeugproduktion in Europa zu prüfen.
Die Verhandlungen - so berichtet Milano Finanza am Mittwoch - beziehen auch Leapmotor mit ein, an dem Stellantis mit 20% beteiligt ist und das bereits über Technologieabkommen mit Hongqi verbunden ist.
Zu den diskutierten Szenarien gehört die Nutzung des Werks in Saragossa, Spanien, wo bereits die Fertigung von Leapmotor-Modellen geplant ist, um Neuinvestitionen in die industrielle Infrastruktur zu vermeiden. Der Konzern hat zudem Kontakte zu Dongfeng, Xiaomi und Xpeng sondiert.
Für Hongqi würde dies den Zugang zum europäischen Markt bedeuten, während Leapmotor darauf abzielt, seine Positionierung durch eine zweite elektrische Premiummarke bis 2027 zu stärken.
Trotz über 596.000 Auslieferungen im Jahr 2025 und eines positiven Nettoergebnisses bleiben die Margen begrenzt und werden teilweise durch Emissionsgutschriften gestützt. Ziel ist es, den Absatzmix zu optimieren und die internationale Expansion voranzutreiben, da bereits 36% des Absatzes außerhalb Chinas erzielt werden, wobei ein Zielwert von 60% angestrebt wird.
An der italienischen Front wächst der politische Druck auf Stellantis aufgrund der Lage im Werk Cassino. Dort ist die Produktion auf wenige Arbeitstage reduziert, was mit einem massiven Rückgriff auf soziale Sicherungssysteme und Auswirkungen auf die Zulieferindustrie einhergeht und Befürchtungen einer strukturellen Krise schürt.
Von Antonio Di Giorgio, Alliance News Reporter
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ESG MSCI
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Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.