(Alliance News) - Nach dem Einbruch von 25% am Freitag, dem 6., und einer schwachen Erholung am Montag versuchte Stellantis zu reagieren: Die Aktie stieg an der Mailänder Börse zeitweise um bis zu 6%, schloss jedoch mit einem Plus von 3,4%. Gebremst wurde der Anstieg durch die doppelte Herabstufung von Moody's und S&P.

Wie Milano Finanza am Mittwoch berichtet, bleibt die Erholung nach Abschreibungen von über EUR22 Milliarden im Zusammenhang mit der Elektromobilität fragil.

Die Analystenpools passen ihre Einschätzungen an: Wolfe Research stuft auf "neutral" hoch und sieht kurzfristig weniger Risiken; RBC bleibt vorsichtiger mit einem Kursziel von EUR6. HSBC empfiehlt weiterhin "halten" mit einem Kursziel von EUR7, und UBS bestätigt "kaufen", senkt jedoch das Ziel auf EUR9,7. Oddo BHF reduziert auf EUR7 und verweist auf Unsicherheiten in Europa, den Schwellenmärkten und für 2026.

In Nordamerika belasten Konkurrenz, Preise, Zölle und Rohstoffe das Geschäft. Der freie Cashflow wird für 2026 weiterhin negativ erwartet, und eine mögliche Hybridanleihe von bis zu EUR5 Milliarden bleibt im Raum, um das Rating zu stützen.

Gerade beim Kreditrating kam der schwerste Schlag: S&P senkte auf 'BBB-' mit negativem Ausblick; Moody's auf 'Baa3', nur einen Schritt vom "Junk"-Status entfernt, wenn auch mit stabilem Ausblick. Die Agentur prognostiziert einen weiterhin negativen bereinigten Free Cashflow von EUR2,5 Milliarden im Jahr 2026 nach minus EUR8 Milliarden im Jahr 2025, in einem Umfeld mit Margendruck und strategischer Neuausrichtung.

Unterstützt wird das Profil weiterhin durch Liquidität, finanzielle Flexibilität und die Aussetzung der Dividenden, doch die Erholung wird vom Erfolg neuer Modelle und von Kostensenkungen abhängen.

Von Giuseppe Fabio Ciccomascolo, Alliance News Senior Reporter

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