(Alliance News) - Stellantis steht in den USA vor einer möglichen neuen Sammelklage, nachdem der Börsenkurs des Unternehmens infolge einer milliardenschweren Abschreibung in Höhe von EUR22 Milliarden im Zusammenhang mit der Elektromobilität eingebrochen ist.

Wie die Mailänder Wirtschaftszeitung Milano Finanza am Dienstag berichtet, hat die Anwaltskanzlei Levi & Korsinsky eine Untersuchung eingeleitet, um mögliche Verstöße gegen die US-Bundeswertpapiergesetze zu prüfen und damit den Weg für kollektive Klagen zu ebnen.

Am 6. Februar räumte der Konzern ein, die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen überschätzt zu haben, kündigte einen strategischen Neustart an, setzte die Dividende für 2026 aus und überarbeitete die Vergütungspolitik. Die Aktie verlor daraufhin 25% in Mailand und nahezu 28% an der Wall Street und erlebte damit den schlechtesten Handelstag aller Zeiten an der NYSE.

Die Untersuchung betrifft den Zeitraum zwischen dem 30. Oktober 2025 und der Bekanntgabe im Februar: Nach Ansicht der Anwälte habe das Unternehmen in diesen Monaten die Verschlechterung der Aussichten für die Elektrifizierung nicht rechtzeitig gemeldet.

Hinzu kommen frühere Warnsignale vor dem Absturz, wie das Downgrade von Wall Street Zen und die Neubewertung durch Morgan Stanley sowie Gerüchte über mögliche finanzielle Unterstützungen in Europa.

Es ist nicht die erste Klage in den USA: Bereits 2024 hatten einige Aktionäre den Konzern und das frühere Management nach enttäuschenden Ergebnissen und einem starken Kursrückgang verklagt.

Unterdessen hat Stellantis den Einstieg von 80 neuen Arbeitskräften in Mirafiori für die Produktion des Fiat 500 Hybrid angekündigt, mit einer zweiten Schicht ab Mitte März.

Von Giuseppe Fabio Ciccomascolo, Senior Reporter bei Alliance News

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