Valentino, Italiens Haute-Couture-"Kaiser", wurde am Freitag in Rom beigesetzt. Das charakteristische Rot, das er in seinen Kollektionen prägte, spiegelte sich in roten Farbtupfern unter den schwarz gekleideten Trauergästen wider.

Die größten Namen der Modewelt – darunter Donatella Versace, Tom Ford und Maria Grazia Chiuri – versammelten sich in der Basilika Santa Maria degli Angeli, einer von Michelangelo entworfenen Kirche, die auf den Ruinen antiker römischer Thermen erbaut wurde.

Valentinos Mitbegründer Giancarlo Giammetti, gekleidet in einen elegant geschnittenen schwarzen Satinsakko, und der letzte Lebensgefährte des Designers, Bruce Hoeksema, begleiteten den schlichten Holzsarg beim Betreten der Kirche und wurden dabei von dem Applaus der Menschenmenge vor dem Gotteshaus empfangen.

"Durch ihn habe ich die Schönheit entdeckt, eine Schönheit, die uns unser ganzes Leben begleitet hat, die uns beschäftigt hat. Wir haben uns als Kinder kennengelernt, wir haben die gleichen Träume geträumt, einige davon, ich würde sogar sagen viele, konnten wir verwirklichen", sagte Giammetti in seiner Trauerrede.

In einer improvisierten Ansprache sagte Hoeksema: "Valentino, du warst die Person, mit der ich gesprochen habe, nicht die Person, über die ich gesprochen habe. Du warst an meiner Seite, wenn Worte nicht nötig waren. Das Leben war nicht immer perfekt, aber es war echt. Einen Tag nach dem anderen, über mehr als 40 Jahre."

Unter den Trauergästen waren Anna Wintour, Global Editorial Director von Vogue, die Schauspielerinnen Anne Hathaway und Elizabeth Hurley, die amerikanische Society-Lady Olivia Palermo sowie Valentinos aktueller Kreativdirektor Alessandro Michele und sein Vorgänger Pierpaolo Piccioli.

Ebenfalls anwesend waren Valentinos CEO Riccardo Bellini, der französische Milliardär François-Henri Pinault, Antoine Arnault, ältester Sohn von LVMH-Präsident Bernard Arnault, sowie Rachid Mohamed Rachid, CEO von Mayhoola.

Der Modeschöpfer, der eines der renommiertesten Modehäuser Italiens aufbaute, starb am Montag im Alter von 93 Jahren in seinem Haus in Rom.

Hunderte versammelten sich innerhalb und außerhalb der Basilika, die für das Rot ihrer marmorierten Wände und Säulen berühmt ist – dunkler als das Valentino-Rot.

Weiße Blumen rahmten den Altar ein und ein schwarz-weißes Foto von Valentino stand neben seinem Sarg.

Unter den Kirchenbänken blitzte immer wieder Rot auf – Hüte, Schals, leuchtend karmesinrote Mäntel und ein Wollschal.

Mehr als 10.000 Menschen erwiesen Valentino am Mittwoch und Donnerstag die letzte Ehre, als er im römischen Piazza Mignanelli, neben dem historischen Hauptsitz seines Modehauses und nur wenige Schritte von der ikonischen Spanischen Treppe entfernt, aufgebahrt war.

Nach dem Gottesdienst findet eine private Beisetzung statt.