Hunderte Baristas von Starbucks legten am Donnerstag in 34 US-Städten die Arbeit nieder und verschärften damit einen seit einem Monat andauernden Streik. Die Gewerkschaft versucht, die Kaffeehauskette zu ihrem ersten Tarifvertrag in der Unternehmensgeschichte zu bewegen.
Nach Angaben der Gewerkschaft haben sich inzwischen mehr als 3.800 Baristas dem landesweiten Streik angeschlossen, der sich auf über 180 Filialen in 130 Städten ausgedehnt hat. Damit handelt es sich um den längsten Arbeitskampf in der Geschichte der Kette.
Das Unternehmen erklärte jedoch, dass es weltweit zu keinen nennenswerten Beeinträchtigungen des Geschäftsbetriebs gekommen sei und kündigte an, an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sobald die Gewerkschaft dazu bereit sei.
,,Weniger als 1% unserer 17.000 US-Kaffeebars waren zu irgendeinem Zeitpunkt von den Aktionen der Gewerkschaft betroffen", sagte Jaci Anderson, Direktorin für globale Kommunikation bei Starbucks.
Starbucks Workers United, die 11.000 Baristas in mehr als 550 aktiven Filialen in den USA vertritt, fordert bessere Personalausstattung, verlässlichere Arbeitszeiten und höhere Löhne. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die derzeitigen Bedingungen die Baristas überfordern und unterbezahlen.
Seit 2022 organisiert die Gewerkschaft immer wieder Streiks, doch die aktuelle Aktion ist der bislang umfassendste Versuch, das Unternehmen zu einem Tarifvertrag zu bewegen.
Der Protest begann am 13. November während des ,,Red Cup Day" des Unternehmens, einer wichtigen Werbeaktion zur Feiertagssaison, mit 65 Filialen in über 40 Städten. Inzwischen haben sich Hunderte neu organisierte Beschäftigte angeschlossen, wodurch der Streik weiter an Dynamik gewann.
Das Unternehmen gab an, mehr als 500 Millionen US-Dollar investiert zu haben, um die Personalausstattung zu verbessern und während Stoßzeiten zusätzliche Mitarbeiter in die Filialen zu bringen.
Die Pattsituation zwischen Gewerkschaft und Kaffeeriesen besteht, nachdem die Tarifverhandlungen im Februar ins Stocken geraten waren. Im April hatte die Belegschaft ein Angebot von Starbucks abgelehnt, das jährliche Lohnerhöhungen von mindestens 2% vorsah.
Rund 560 Filialen haben sich in den letzten vier Jahren für eine gewerkschaftliche Vertretung entschieden. Dennoch fehlt den Beschäftigten bislang ein Tarifvertrag, der bessere Löhne und Sozialleistungen sichert.



















