29. April - Die Aktien von Starbucks stiegen am Mittwoch um 5 %, nachdem die weltweit größte Kaffeekette ihre Jahresprognose angehoben hatte. Dies signalisiert, dass der Sanierungsplan von CEO Brian Niccol erste Früchte trägt.
Niccol, der das Amt im September 2024 übernahm, versucht die angeschlagene Kaffeekette mit seiner 'Back to Starbucks'-Strategie zu revitalisieren. Unter seiner Leitung konzentrierte sich das Unternehmen auf vereinfachte Menüs, kürzere Wartezeiten, erhöhte Personalbestände und die Einführung von In-Store-Technologien, um die Auftragsabwicklung effizienter zu gestalten.
Der Kundenverkehr nahm über alle Einkommensschichten hinweg zu, so Niccol. Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Unsicherheit hätten sich nicht im Konsumverhalten niedergeschlagen, wobei sich die positiven Umsatztrends bis in den April hinein fortsetzten, sagte er.
Die durchschnittlichen Besuche pro Starbucks-Standort stiegen laut Daten von Placer.ai im Quartal von Januar bis März um 5,9 %.
'Die Erholung ist bemerkenswert breit gefächert, was darauf hindeutet, dass der Turnaround strukturell fundiert ist und nicht von einer bestimmten Gruppe abhängt', so die Analysten von Stifel.
Mindestens fünf Brokerhäuser haben ihre Kursziele für die Aktie nach den Ergebnissen des zweiten Quartals angehoben.
'Starbucks trieb das Ausgabenwachstum in den USA über alle Einkommens- und Altersgruppen hinweg voran, was auf die Lust der Verbraucher an trendorientierten Innovationen hindeutet, selbst vor einem unklaren makroökonomischen Hintergrund', erklärten die Analysten von Morningstar.
Die Bemühungen von Starbucks, sein Treueprogramm im März zu erneuern, halfen laut den Analysten von TD Cowen ebenfalls dabei, die Anmelderate zu steigern, angeführt von der Gen-Z und den Millennials.
Doch während der Umsatz stieg, fielen die operativen Margen in Nordamerika von 11,6 % im Vorjahr auf 9,9 %, was die erhöhten Investitionen in Arbeitskräfte widerspiegelt.
'Wir konzentrieren uns in den kommenden Quartalen zunehmend auf die Margen in Nordamerika', so die Analysten der UBS. Sie fügten jedoch hinzu, dass erste Vorteile aus operativen Verbesserungen, einschließlich besserer Servicezeiten, sowie aus den Kosteneinsparungsbemühungen des vergangenen Jahres spürbar werden sollten.
Die Starbucks-Aktien haben in diesem Jahr bisher um etwa 15,5 % zugelegt und werden mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 36,08 auf Basis der nächsten 12 Monate gehandelt.



















