SpaceX gehört nun zum Nasdaq 100. Mit einer Marktkapitalisierung von mehr als 2.000 Mrd. US-Dollar zählt der weltweit führende Anbieter von Raumfahrtstarts auf Anhieb zu den größten Indexschwergewichten des US-Technologieindex. Das Unternehmen hat Tesla und Meta inzwischen überholt und rangiert nun direkt hinter Amazon.

Die Aufnahme in den Nasdaq 100 markiert einen wichtigen Meilenstein für das Unternehmen von Elon Musk. Zugleich wächst das Interesse großer Investmentbanken, von denen viele nach dem Börsengang die Coverage der Aktie aufgenommen oder ihre Einschätzungen aktualisiert haben.

Analysten sehen einen kaum angreifbaren Marktführer

Die Mehrheit der Analysten bewertet SpaceX positiv und verweist auf die dominante Stellung des Unternehmens im Raumfahrtsektor sowie auf die hohen Markteintrittsbarrieren, die es über Jahre aufgebaut hat.

Die Bank of America hebt insbesondere die Wettbewerbsvorteile des Konzerns bei wiederverwendbaren Trägerraketen und der Weltrauminfrastruktur hervor. Nach Einschätzung der Bank „bilden die erheblichen Wettbewerbsvorteile bei wiederverwendbaren Raketenstarts und groß angelegten Weltraumanwendungen die Grundlage für die Weiterentwicklung von Starship und künftige Anwendungen, die eine weitere tiefgreifende Transformation der Raumfahrtkapazitäten ermöglichen dürften.“

Needham betont zudem die Komplementarität der verschiedenen Geschäftsbereiche des Unternehmens. Die Analysten sind der Ansicht, dass „die außergewöhnlich starke vertikale Integration von SpaceX in all diesen Märkten – Raumfahrt und Telekommunikation – dem Unternehmen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil sowie eine optimale Profitabilität verschafft“. Für das Analysehaus zählt die Kontrolle über die gesamte Wertschöpfungskette zu den wichtigsten strategischen Stärken des Konzerns.

Ambitionen weit über die Raumfahrt hinaus

Doug Anmuth von JPMorgan hebt das langfristige Potenzial des Unternehmens hervor. Seiner Einschätzung nach sind „die Ambitionen von SpaceX und ihr potenzieller Einfluss auf die Menschheit beispiellos. Die Startkapazitäten und die schnelle Wiederverwendbarkeit von Starship stehen im Zentrum der Unternehmensstrategie.“

Morgan Stanley vertritt eine ähnliche Einschätzung. In seiner Studie zur Aufnahme der Coverage schreibt das Institut: „Dank seiner einzigartigen Position im Bereich der Weltrauminfrastruktur sehen wir SpaceX in der Lage, Energie in großem Maßstab in Intelligenz umzuwandeln. Darüber hinaus verfügt das Unternehmen über erhebliche Flexibilität, diese Fähigkeit über ein breites Spektrum an Lösungen sowohl für Privat- als auch Unternehmenskunden zu monetarisieren. Damit ebnet SpaceX den Weg für das nächste Zeitalter der künstlichen Intelligenz – die letzte Grenze.“