Software-CEOs wie Marc Benioff von Salesforce haben versucht, die Aktionäre zu beruhigen: Proprietäre Daten, jahrzehntelange Unternehmenserfahrung und hauseigene KI-Angebote würden die Kundenbindung sichern, selbst wenn KI-Tools von Anbietern wie Anthropic in Bereiche wie Recht, Marketing und Kundenservice vordringen.
Dies konnte den Ausverkauf im Sektor jedoch nicht stoppen. Der Index für Software und Dienstleistungen ist seit Jahresbeginn um rund 16% gefallen und blieb damit deutlich hinter dem Anstieg des breiteren S&P 500 von 3,2% zurück.
o ServiceNow wird am Mittwoch die Berichtssaison für die großen Software-as-a-Service-Unternehmen eröffnen, gefolgt von Workday und Salesforce, voraussichtlich im Mai.
o Die Wall Street erwartet für das erste Quartal bei Salesforce einen Umsatzanstieg um 12,5% auf 9,83 Milliarden Dollar - laut LSEG-Analystenumfrage das schnellste Wachstum seit 13 Quartalen.
o Das Gewinnwachstum des Unternehmens, das mit seiner autonomen Agentenplattform Agentforce zu den aggressivsten KI-Anwendern gehört, wird sich jedoch aufgrund steigender Kosten wahrscheinlich auf ein Fast-Drei-Jahres-Tief verlangsamen.
o Unterdessen wird für ServiceNow ein etwas schnelleres Quartalsumsatzwachstum von 21,1% erwartet, während der Umsatz von Workday voraussichtlich mit einem etwas geringeren Tempo von 12,4% steigen wird.
o "Aus kurzfristiger Börsenperspektive kann nichts, was Softwareunternehmen in diesem oder im nächsten Quartal berichten, das langfristige Bear-Case-Szenario wirklich widerlegen", sagte Joe Maginot, Portfoliomanager bei Madison Investments.
o "Es ist diese eher existenzielle Frage, wie sich die Dinge in den nächsten drei, vier, fünf Jahren und darüber hinaus entwickeln werden."
o Experten erwarten, dass Softwarehersteller die Quartalszahlen nutzen werden, um offensiver aufzuzeigen, wie KI den Umsatz steigert, wie breit die Akzeptanz ist und ob sie zur Kundenbindung beiträgt.
o "Für viele etablierte Akteure besteht die Chance auf Erfolg, insbesondere da der Rollout von KI in Unternehmen viele Jahre in Anspruch nehmen wird", so die Analysten von Bernstein.



















