Das südkoreanische Industrieministerium und die Chip-Sparte von SoftBank, Arm Holdings, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Halbleiter- und Künstliche-Intelligenz-Branchen des Landes zu stärken. Dies teilte ein präsidentieller Politikberater am Freitag mit.
Das Memorandum of Understanding sieht vor, dass Arm eine Chip-Design-Schule in Südkorea einrichtet, um seine Expertise in diesem Bereich einzubringen, erklärte Kim Yong-beom vor Journalisten bei einem Pressebriefing.
Das Programm zielt darauf ab, rund 1.400 hochqualifizierte Spezialisten für Chip-Design auszubilden. Kim betonte, dass dieser Schritt dazu beitragen werde, die vergleichsweise schwachen Bereiche System-Halbleiter und Fabless in der viertgroßten Volkswirtschaft Asiens zu stärken.
Das britische Chip- und Softwareunternehmen Arm lizenziert seine Chip-Designs und erzielt Einnahmen durch Lizenzgebühren.
SoftBank-CEO Masayoshi Son, der sich am Freitag mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Jae Myung traf, sagte laut Kim, dass die Nachfrage nach Chips mit dem Fortschritt der Künstlichen Intelligenz dramatisch steigen werde.
Der SoftBank-Chef wies außerdem darauf hin, dass der Energiesektor eine Schwachstelle sei und Südkorea nicht über ausreichende Kapazitäten verfüge, um die Entwicklungen im Bereich KI zu unterstützen.
Son bekräftigte am Freitag seine Überzeugung, dass KI die menschliche Intelligenz übertreffen werde und dass die sogenannte Artificial Superintelligence ,,10.000 Mal intelligenter als Menschen" sein konnte.
Er sagte, es sei an der Zeit, über die Vorstellung hinauszugehen, dass der Mensch KI kontrollieren, lehren oder managen konne, und stattdessen zu überlegen, wie ein harmonisches Zusammenleben moglich sei.
Südkorea verfolgt das Ziel, eine der drei weltweit führenden KI-Nationen zu werden. Präsident Lee hat kürzlich auch Gespräche mit anderen globalen Technologieführern geführt, darunter OpenAI-CEO Sam Altman und Nvidia-Chef Jensen Huang.
Im Oktober unterzeichneten Südkoreas Samsung Electronics und SK Hynix Absichtserklärungen zur Lieferung von Speicherchips für die Rechenzentren von OpenAI, um das Stargate-Projekt des ChatGPT-Entwicklers zu unterstützen - eine private Initiative, die ebenfalls von SoftBank und Oracle unterstützt wird und den Bau von Rechenzentren vorsieht.
Laut der Zeitung Donga Ilbo wird Son am Freitag zudem SK-Group-Vorsitzenden Chey Tae-won treffen, um eine Zusammenarbeit in den Bereichen KI und Halbleiter zu besprechen.
Die SK Group lehnte einen Kommentar ab.
Nvidia erklärte Ende Oktober, dass das Unternehmen mehr als 260.000 seiner fortschrittlichsten KI-Chips an die südkoreanische Regierung und einige der großten Unternehmen des Landes, darunter Samsung Electronics, liefern werde.



















