Seit der Ernennung von Slawomir Krupa im Jahr 2023 – damals von MarketScreener ausdrücklich begrüßt – reiht die Bank Erfolg an Erfolg. Die Kostenstruktur wurde in einem bemerkenswerten Tempo gestrafft, die Eigenkapitalrendite kletterte erstmals seit vielen Jahren wieder in den zweistelligen Bereich.

Besonders eindrucksvoll: Der Gewinn pro Aktie lag in den ersten neun Monaten 2025 bei 5,20 Euro – fast dreimal so hoch wie der Durchschnitt der fünf Jahre vor Krupas Amtsantritt. Zwar hat der europäische Bankensektor insgesamt vom Zinsanstieg profitiert, doch mindert das keineswegs die strategische Leistung des neuen Managements.

Die einst gravierende Unterbewertung der Aktie ist inzwischen weitgehend Vergangenheit. Ende 2024 lag der Buchwert des materiellen Eigenkapitals pro Aktie bei 66 Euro, der Aktienkurs jedoch nur bei 27 Euro – eine Abschlagbewertung von fast 60 %. Zum Ende des dritten Quartals 2025 lag der Buchwert bei 69 Euro, während der Kurs auf 58 Euro gestiegen ist. Die Bewertungsdifferenz beträgt nun nur noch rund 16 %.

Erstaunlich ist in diesem Kontext, dass selbst BNP Paribas – die größte Bank Frankreichs und zweitgrößte Europas – derzeit mit einer deutlich höheren Abschlagsbewertung auf das materielle Eigenkapital gehandelt wird als Société Générale.

Vor diesem Hintergrund erscheint das heute angekündigte Aktienrückkaufprogramm in Höhe von einer Milliarde Euro fast wie eine verpasste Gelegenheit. Wäre es früher gestartet worden, hätte die Bank ihre Anteile zu deutlich attraktiveren Kursen zurückkaufen können – und so noch effizienter Wert für die Aktionäre geschaffen.