Künstliche-Intelligenz-Aktien könnten nach ihrem rasanten und starken Anstieg unter Druck geraten, doch die Branche selbst befindet sich nicht in einer Blase. Das erklärte der Vorsitzende des südkoreanischen Mischkonzerns SK Group, dem auch der führende Speicherchiphersteller SK Hynix gehört.

Bedenken über die hohen Bewertungen von KI-Aktien belasten zunehmend die globalen Finanzmärkte. Zudem stellt sich die Frage, wann die enormen Investitionen in Künstliche Intelligenz tatsächlich in Gewinne umschlagen werden.

,,Ich sehe keine Blase in der KI-Branche", sagte SK-Group-Vorsitzender Chey Tae-won auf einem Forum in Seoul. Er antwortete damit auf eine Frage des Gouverneurs der südkoreanischen Zentralbank zu möglichen KI-Blasen.

,,Wenn man sich allerdings die Aktienmärkte ansieht, sind sie zu schnell und zu stark gestiegen. Ich halte es für natürlich, dass es zu einer Phase von Korrekturen kommen könnte", so Chey weiter. Er fügte hinzu, dass KI-Aktien mittlerweile über ihren fundamentalen Wert hinausgeklettert seien.

Chey betonte, dass ein solches ,,Overshooting" bei der Bewertung von Wachstumsbranchen nichts Neues sei und dass die Entwicklung von KI zu erheblichen Produktivitätssteigerungen führen werde.

Die Aktien von SK Hynix, das hochwertige Speicherchips für Nvidias leistungsstarke KI-Chipsätze liefert, sind innerhalb eines Jahres um 214 % gestiegen. Getrieben wurde dieser Anstieg von der starken Nachfrage seitens KI-Rechenzentrumsbetreibern, die Billionen Dollar investieren.

Das südkoreanische Unternehmen meldete im Oktober ein weiteres Rekordquartal beim Gewinn, angetrieben vom KI-Boom. Zudem teilte SK Hynix mit, dass die gesamte Chip-Produktion für das kommende Jahr bereits ausverkauft sei und man eine anhaltende ,,Superzyklus"-Phase für Speicherchips erwarte.

(Bericht von Hyunjoo Jin; Redaktion: Miyoung Kim und Jane Merriman)