MÜNCHEN (awp international) - Der Technologiekonzern Siemens hat seinen Zeitplan für die Abspaltung eines grösseren Anteils an der Medizintechniktochter Siemens Healthineers konkretisiert. Aktionäre sollen bei der nächsten ordentlichen Hauptversammlung im Februar 2027 über die Trennung abstimmen, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Der Separierungsprozess sowie der Prozess der regulatorischen Klärung seien weit fortgeschritten, wobei eine endgültige Bestätigung zu regulatorischen Fragen noch ausstehe. Derzeit bereite Siemens eine Abspaltung nach dem deutschen Umwandlungsgesetz vor, bei der die Aktionäre von Siemens die Aktien der Siemens Healthineers direkt erhalten sollen. Dieser Ansatz biete den grösstmöglichen Wert für die Aktionäre beider Unternehmen, hiess es.
Siemens hatte im vergangenen November angekündigt, sich mittelfristig von seiner Medizintechniktochter trennen zu wollen. Früheren Angaben zufolge sollen in einem ersten Schritt 30 Prozent an Siemens Healthineers abgegeben werden. Aktionäre hatten schon länger eine Trennung gefordert, da Healthineers zu den anderen Geschäften keine Synergien aufweist und viel Kapital bindet. Siemens hatte zuletzt bereits immer wieder Aktien verkauft und hielt letzten offiziellen Angaben vom November noch circa 67 Prozent. Mittelfristig strebt Siemens eine reine Finanzbeteiligung an.
Siemens und Siemens Healthineers haben laut Mitteilung erhebliche Fortschritte bei der Vorbereitung der geplanten Direktabspaltung gemacht. Dazu zählen die Vorbereitung der Transaktion sowie die Überprüfung aller wesentlicher vertraglicher Beziehungen./nas/stk
Siemens AG zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Elektro-und Elektronikgeräten. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- medizinische Geräte (29,6%): Systeme für die medizinische Bildgebung, Labordiagnostik und Hörgerätesysteme usw.;
- Lösungen für smarte Gebäude und Infrastrukturen (28,7%): Lösungen für den Energiewandel, Produkte der Klimatechnik (Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen), Gebäudesicherheitssysteme (Brandmelde- und Brandschutzsysteme, Zugangskontrollsysteme, Videoüberwachung und Einbruchmeldeanlagen usw.), technische Gebäudemanagementsysteme usw.;
- Digitale Industrieausrüstungen (22,1%): automatisierte Produktions-, Montage-, Logistik- und Überwachungssysteme usw.;
- Mobilitätslösungen und -systeme (15,8%): Schienenfahrzeuge, Bahnautomatisierungssysteme, Bahnelektrifizierungssysteme, digitale und cloudbasierte Lösungen usw.
Der restliche Umsatz (3,8%) wird insbesondere mit Finanzaktivitäten erzielt (Leasing, Ausrüstungs- und Projektfinanzierung, Finanzberatungsleistungen usw.).
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (14,8%), Europa / Gemeinschaft Unabhängiger Staaten / Afrika / Naher Osten (32%), Vereinigte Staaten (28%), Amerika (4,6%), China (9,1%), Asien und Australien (11,5%).
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Investment
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.