Der Dollar fiel gegenüber dem Schweizer Franken um 0,4 % auf 0,7778, wàhrend der Euro um 0,5 % auf 0,9018 Franken nachgab.
Der Franken tendiert dazu, in Zeiten erhöhter geopolitischer Spannungen zuzulegen.
US-Pràsident Donald Trump forderte am Freitag die "bedingungslose Kapitulation" des Irans, was als dramatische Eskalation seiner Forderungen eine Woche nach Beginn des von ihm gemeinsam mit Israel eingeleiteten Krieges gewertet wurde.
Er bekràftigte zudem seinen Wunsch nach einem "großartigen und akzeptablen Anführer" für den Iran. Am Donnerstag hatte Trump erklàrt, er wolle an der Auswahl des nàchsten iranischen Staatsoberhauptes beteiligt sein, nachdem US-amerikanische und israelische Luftangriffe den obersten Führer Ali Khamenei in den ersten Momenten des Krieges getötet hatten.
An der US-Wirtschaftsfront spiegelte der Rückgang des Dollars nach den deutlich schwàcher als erwartet ausgefallenen Zahlen zu den Beschàftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft eine leichte Verschiebung der geldpolitischen Haltung wider -- nàmlich, dass die Federal Reserve die Zinsen früher als erwartet senken könnte.
"Fundamental hat sich nicht viel geàndert, da der Ölpreis weiterhin auf Höchststànden notiert und wir keine wirklich guten Nachrichten aus dem Iran haben", sagte Erik Bregar, Direktor für Devisen- und Edelmetall-Risikomanagement bei Silver Gold Bull in Toronto.
Die US-Rohöl-Futures stiegen am Freitag sprunghaft um 11,2 % auf 90,16 Dollar pro Barrel.
Er merkte an, dass die Erholung anderer Wàhrungen gegenüber dem Dollar wahrscheinlich technischer Natur sei.
"Die US-Aktien versuchten, neue Wochentiefs zu durchbrechen, ebenso wie der Euro und der kanadische Dollar, aber das scheiterte. Deshalb sehen wir diese Erholung der Devisen gegenüber dem Dollar", so Bregar. "Damit die Bàren weiterhin das bekommen, was sie wollen, müssen wir sehen, dass die Tiefststànde unterschritten werden."
Das Pfund Sterling legte gegenüber dem Greenback ebenfalls zu und stieg um 0,2 % auf 1,3389 Dollar.
SCHWACHER ARBEITSMARKTBERICHT
Zuvor hatten Daten gezeigt, dass die US-Wirtschaft im vergangenen Monat 92.000 Stellen verloren hat, nach einem nach unten korrigierten Zuwachs von 126.000 im Januar, wàhrend die Arbeitslosenquote auf 4,4 % stieg. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Zuwachs von 59.000 Stellen gerechnet, nachdem zuvor für Januar ein Plus von 130.000 gemeldet worden war.
"Die deutliche Verfehlung der Prognosen bei den Stellenbesetzungen außerhalb der Landwirtschaft wird den Tauben bei der Fed Gespràchsstoff liefern", sagte David Rees, Leiter der Abteilung Global Economics bei Schroders in London.
"Aber zumindest ein Teil der negativen Überraschung war auf Streikmaßnahmen im Gesundheitssektor zurückzuführen, die sich umkehren sollten. Abgesehen davon war der Arbeitsmarktbericht zwar schwach, aber wir bezweifeln, dass es lange dauern wird, bis sich das anhaltend robuste Wachstum der US-Wirtschaft in einer nachhaltigeren Nachfrage nach Arbeitskràften niederschlàgt."
Im frühen Nachmittagshandel notierte der Dollar gegenüber dem Yen mit 157,63 Yen um 0,1 % höher und gab damit einen Teil der Gewinne nach den schwachen Arbeitsmarktdaten wieder ab. Auf Wochensicht kletterte der Greenback dennoch um 1,1 %, der dritte wöchentliche Anstieg in Folge.
Der Dollar-Index lag am Tag leicht im Minus bei 99,028. Auf Wochensicht stieg er jedoch um 1,4 % und steuert damit auf den größten Wochengewinn seit Mitte November 2024 zu.
Der Euro gab um 0,1 % auf 1,1597 Dollar nach und glich damit Verluste aus dem frühen Handel teilweise aus. Auf Wochensicht fiel die europàische Gemeinschaftswàhrung um 1,8 % und steuert damit auf den größten wöchentlichen Rückgang seit Mitte September 2022 zu.
Nach den Arbeitsmarktdaten preisten die US-Zinsfutures eine 50:50-Chance ein, dass die Fed die Zinssenkungen im Juni wieder aufnimmt, wenn der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh sein Amt antritt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen im September senkt, wurde mit 76 % beziffert, was früher ist als die Erwartungen für Oktober vor den Arbeitsmarktdaten.
Der Markt sieht zudem Lockerungen von etwa 44 Basispunkten in diesem Jahr, verglichen mit etwa 39 Basispunkten vor dem Arbeitsmarktbericht. Das sind immer noch weniger als zwei Senkungen um jeweils 25 Basispunkte.


















