Kasachstan steht seit Jahren im Konflikt mit internationalen Ölkonzernen und hat Schiedsverfahren gegen die Betreiber der Ölfelder Kashagan und Karachaganak eingeleitet. Dabei geht es um angeblich strittige Kosten in Höhe von 13 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 3,5 Milliarden US-Dollar.
Eine der Klagen betrifft das von dem Konsortium Karachaganak Petroleum Operating betriebene Feld, an dem Shell mit 29,25% beteiligt ist. Weitere Partner sind Eni, Chevron, Lukoil und KazMunayGaz.
"Das beeinflusst unser Interesse, weiter in Kasachstan zu investieren", sagte Sawan am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit Analysten. "Wir glauben, dass es weiterhin viele potenzielle Investitionsmöglichkeiten in Kasachstan gibt, aber wir werden abwarten, bis wir mehr Klarheit über den Ausgang der Verfahren haben."
Bloomberg News berichtete letzte Woche unter Berufung auf nicht genannte Quellen, dass das Karachaganak-Konsortium den Schiedsprozess verloren habe. Quellen zufolge, die mit Reuters sprachen, entschied das Tribunal in Stockholm zugunsten Kasachstans in mehreren Streitpunkten über Kosten. Die Summe der zugesprochenen Forderungen werde auf 2 bis 4 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Internationale Ölkonzerne haben frühere Streitigkeiten mit Kasachstan beigelegt, indem sie dem Staat einen größeren Anteil an den Projekten überlassen haben.
Der kasachische Energieminister hatte zuvor erklärt, die Regierung sammele Unterlagen für eine weitere, umfangreichere Klage gegen das Kashagan-Konsortium. Der Wert dieser Klage wurde nicht bekanntgegeben.
Shell hält einen Anteil von 16,81% an der North Caspian Operating Company, die Kashagan betreibt. Zu den weiteren Partnern zählen Eni, TotalEnergies, ExxonMobil, KazMunayGaz, Inpex und China National Petroleum Corp.
Das kasachische Energieministerium antwortete auf eine Anfrage nach einem Kommentar bislang nicht.




















