Im Gegenzug ermöglicht dieses Umfeld dem Unternehmen, seine Kostenstruktur zu verbessern und die höchste operative Marge seit zwanzig Jahren zu erreichen. Genau diese Entwicklung hat Präsident und CEO Magnus Ahlqvist in den Mittelpunkt seines jährlichen Aktionärsbriefs gestellt.

Auch aus währungstechnischer Sicht erweist sich die Lage als vorteilhaft: Die Cashflow-Generierung wird deutlich gestärkt, während die Nettoverschuldung und die damit verbundenen Zinsaufwendungen spürbar sinken – nicht zuletzt, weil zwei Drittel der Schulden von Securitas in US-Dollar denominiert sind. Daraus resultiert eine plötzliche und signifikante Verbesserung der Solvabilitätskennzahlen.

Da der Konzern zugleich ankündigt, die strategische Überprüfung seiner am wenigsten rentablen Verträge nahezu abgeschlossen zu haben, ist allerdings fraglich, ob diese Dynamik Bestand haben wird, sollte sich das Währungsumfeld erneut umkehren.

Dies überrascht den Markt jedoch kaum, da Investoren Securitas weiterhin weitgehend im Einklang mit seinen historischen Bewertungsmultiplikatoren bewerten.

Priorität für den schwedischen Konzern bleibt der Ausbau des Technologiesegments, also der Bereich Alarmdienste und Fernüberwachung per Video. Dieser macht derzeit rund ein Drittel des konsolidierten Umsatzes aus, erzielt jedoch Margen, die etwa doppelt so hoch sind wie im traditionellen Sicherheitsdienstgeschäft.

Diese Transformation wurde 2022 durch die Übernahme von Stanley Security – ehemals eine Tochtergesellschaft von Stanley Black & Decker – beschleunigt. Die Kehrseite war eine deutliche Ausweitung der ausstehenden Aktien infolge der Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Akquisition.

Wie wir bereits im vergangenen Jahr hervorgehoben haben, erklärt dies, warum der Gewinn je Aktie nicht mit dem durchaus realen Wachstum der Geschäftstätigkeit Schritt gehalten hat.