Die Schweizerische Nationalbank hat ihre Unterstützung für die Regierungspläne bekräftigt, den Bankensektor der Schweiz nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse sicherer zu machen, wie Vizepräsident Antoine Martin am Mittwoch erklärte.

Die Schweizer Regierung hatte im Juni Maßnahmen vorgeschlagen, um künftige Bankenkrisen zu verhindern, nachdem die Credit Suisse im Jahr 2023 kollabiert war. Diese könnten dazu führen, dass die UBS bis zu 24 Milliarden US-Dollar an zusätzlichem Kapital vorhalten muss.

Martin sagte bei einer Veranstaltung in Paris, dass die SNB die Maßnahmen unterstütze, zu denen unter anderem die Verpflichtung gehöre, dass Großbanken ausreichend Sicherheiten bereitstellen müssen, um bei Bedarf Zugang zu Zentralbankliquidität zu erhalten.

Weitere Vorschläge sehen vor, dass die UBS Software und latente Steueransprüche nicht mehr auf ihr hartes Kernkapital (Common Equity Tier 1, CET1) anrechnen darf, während ihre Auslandseinheiten vollständig mit CET1-Kapital unterlegt sein müssen.

Die Vorschläge wurden von der UBS abgelehnt, die argumentiert, sie würden die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz beeinträchtigen.

Die Regierung wird ihre endgültigen Vorschläge in Kürze veröffentlichen; die UBS rechnet laut CEO Sergio Ermotti, der sich Anfang dieser Woche äußerte, in den nächsten zwei bis drei Monaten mit mehr Klarheit.