Sintflutartige Regenfälle haben Südkorea am Samstag bereits den vierten Tag in Folge heimgesucht und fast 3.000 Menschen daran gehindert, in ihre Häuser zurückzukehren. Währenddessen standen Nutztiere in den steigenden Fluten bis zum Hals im Wasser. Die Zahl der Todesopfer stieg laut Angaben der Behörden auf vier, zwei weitere Personen werden vermisst.

Laut Wetterbehörden werden die Regenfälle in einigen Regionen bis Montag anhalten. Sie riefen zu äußerster Vorsicht vor Erdrutschen und Überschwemmungen auf, da für den Großteil des Landes Warnungen ausgesprochen wurden.

Bis Samstagmorgen um 6 Uhr waren nach Angaben des Innenministeriums noch 2.816 Menschen nicht in ihre Wohnungen zurückgekehrt. Insgesamt waren in den vergangenen Tagen mehr als 7.000 Menschen wegen der heftigen Regenfälle evakuiert worden. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, zwei werden weiterhin vermisst.

Seit Mittwoch wurden in Seosan, Provinz Süd-Chungcheong, südlich der Hauptstadt Seoul, Rekordniederschläge von mehr als 500 mm (20 Zoll) gemessen, so das Ministerium weiter.

Andernorts in der Provinz versuchten Kühe verzweifelt, ihre Köpfe über Wasser zu halten, nachdem Ställe und Scheunen überflutet worden waren.

Die Zahl der durch Wasser beschädigten Bauwerke belief sich laut Ministerium auf mehr als 641 Gebäude, 388 Straßen und 59 Bauernhöfe.

Auch im benachbarten Nordkorea wurden Regenfälle erwartet.

Von Sonntag bis Dienstag könnten in einigen nördlichen Regionen 150 bis 200 mm (6 bis 8 Zoll) Regen fallen, in besonders abgelegenen Gebieten sogar bis zu 300 mm (12 Zoll), teilte die Wetterbehörde laut der staatlichen Zeitung Rodong Sinmun mit.

(Bericht von Joyce Lee; Redaktion: Clarence Fernandez)