SB1 Markets bestätigt seine Kaufempfehlung für SSAB mit einem Kursziel von 100 SEK. Dies geht aus einer aktuellen Analyse hervor, nachdem die EU eine vorläufige Einigung zur Begrenzung der Stahlimporte erzielt hat, die Zölle in Höhe von 50 Prozent auf Volumina oberhalb einer festgelegten Quote vorsieht.

Das Analysehaus wertet die Nachricht als positiv für die europäische Stahlindustrie und für SSAB. Ein Großteil der politischen Unsicherheit werde dadurch beseitigt, während die Ausgestaltung der Maßnahmen voraussichtlich signifikante Auswirkungen auf Produktion und Preise in Europa haben wird.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die zollfreien Importe auf gut 18 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt werden, was eine deutliche Reduzierung gegenüber dem aktuellen Niveau darstellt. Dies dürfte die Importe verringern und sowohl Preise als auch Volumina in einem Markt stützen, der derzeit durch eine geringe Kapazitätsauslastung geprägt ist, so die Analysten.

Für SSAB Europe, auf das etwa die Hälfte des Konzernvolumens entfällt, rechnen die Experten zwischen 2025 und 2026 mit einer Verbesserung des EBIT pro Tonne um rund 50 Euro bei weitgehend stabilen Volumina. Gleichzeitig bestehe Aufwärtspotenzial, sollte sich der Markt festigen. Eine Volumensteigerung von 5 Prozent würde ein um etwa 600 Millionen SEK höheres EBITDA im Vergleich zum Basisszenario bedeuten.

Die EBITDA-Prognose von SB1 liegt bei 14,5 Milliarden SEK und damit über dem Konsens von 13 Milliarden SEK. Eine höhere Kapazitätsauslastung in den europäischen Stahlwerken, die von derzeit 60-65 Prozent in Richtung 70 Prozent steigen könnte, dürfte ebenfalls zu höheren Preisen beitragen.