Der in Luxemburg ansässige Satellitenbetreiber SES hat am Dienstag Erstquartalsergebnisse im Rahmen der Markterwartungen vorgelegt und seine Jahresprognose bestätigt. Das Unternehmen verwies dabei auf eine starke Dynamik in den Geschäftsbereichen Luftfahrt und europäische Infrastruktur. 

Der Umsatz belief sich im Quartal auf 847 Millionen Euro (996 Millionen Dollar), was einem Anstieg von 80% gegenüber dem Vorjahr auf währungsbereinigter Basis entspricht. In dem Dreimonatszeitraum sicherte sich das Unternehmen Neuaufträge und Vertragsverlängerungen im Wert von 306 Millionen Euro.

Das Luftfahrtgeschäft erwies sich als besonderer Leistungsträger, wie CEO Adel Al-Saleh in einer Erklärung mitteilte, wobei Zusagen für mehr als 40 Langstreckenflugzeuge der Japan Airlines gesichert werden konnten.

SES und Boeing hätten zudem einen Meilenstein auf dem Weg zu einer werksseitigen Integrationslösung für das Multi-Orbit-System über alle Boeing-Flugzeugmodelle hinweg erreicht, so Al-Saleh weiter.

'Im Berichtsquartal profitierte unser Luftfahrtgeschäft davon, dass mittlerweile fast 600 Flugzeuge mit dem Multi-Orbit-Konnektivitätssystem von SES ausgestattet sind, das Millionen von Passagieren einen schnellen und zuverlässigen Internetzugang bietet', sagte Al-Saleh.

Im Bereich der europäischen Infrastruktur verlängerten SES und die Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm die Servicevereinbarung für den Satelliten EGNOS GEO-1 bis 2030. Dies trägt dazu bei, hochpräzise Navigationsdienste für die Luftfahrt und andere kritische Nutzer in ganz Europa aufrechtzuerhalten.

SES macht zudem weitere Fortschritte bei den Aufträgen für das IRIS²-Programm und arbeitet eng mit der Europäischen Kommission zusammen, um Projektkosten, technische Anforderungen und Lieferzeitpläne zu validieren.

Das Unternehmen betonte, man fühle sich weiterhin der Vision der Europäischen Union einer souveränen, weltraumgestützten Konnektivitätsinfrastruktur verpflichtet. 

(1 Dollar = 0,8508 Euro)